Cinque Terre, Italien

© Krause Gerhard

Italien
05/19/2013

Ligurien für Romantiker

Die fünf bunten und romantischen Steilküsten-Dörfer in der italienischen Region Ligurien bieten Hochgenuss für Augen, Herz und Gaumen.

von Gerhard Krause

Geplant hat man den Besuch der Cinque Terre eigentlich schon bei früheren Italien-Urlauben, nur war dann immer die Zeit zu knapp. Für heuer gibt es aber keine Ausrede mehr. Die fünf malerischen Dörfer an der Steilküste Liguriens gehören ins Urlaubsprogramm. Wer es bis zum Sommer nicht schafft, der hat im Herbst bei einer Charterflug-Reise eine ideale Gelegenheit.

Das Weltkulturerbe Cinque Terre (italienisch: fünf Dörfer), der Nationalpark und seine Umgebung locken mit atemberaubenden Aussichten von den Wanderwegen auf die typischen bunten Häuschen und das blaue Meer.

Ligurien, die mit 1,4 Mio. Einwohnern kleinste Region Italiens, hat viel zu bieten: La Spezia mit der großen Hafenanlage, Lucca, die immer noch befestigte Stadt mit dem umgebauten Amphitheater, die Marmorsteinbrüche von Carrara und der Feinschmecker-Tipp Colonnata mit einem besonders zarten Speck, gereift in Marmortruhen und ohne Cholesteringefahren genießbar, entschädigen für die beschwerliche Anreise mit dem eigenen Auto.

Seit Jahrzehnten aber verzaubern die fünf hochromantischen Ortschaften der Cinque Terre die Besucher am meisten: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al mare an der Westküste Italiens sind begehrtes Touristenziel: Ein Zimmer bekommt man hier meist nur, wenn man Monate im Voraus bucht. Aber selbst der Mangel an Zufahrtsstraßen und Parkplätzen lässt die Besucherströme nicht versiegen. Den Gästen steht nämlich eine ausgezeichnete Bahnverbindung von La Spezia aus zur Verfügung. Mit der Tageskarte kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – etwa die berühmte Via dell’ Amore, imposante Wehrtürme, altehrwürdige Klöster und vorzügliche Restaurants – besuchen.

Tipp für Wanderer: Im Nationalpark Cinque Terre locken zwölf markierte Wanderwege durch eine herrliche und nahezu unberührte Landschaft.

Die Bewohner der malerischen Dörfer auf den Klippen haben ihr Land mit ihrer Hände Arbeit dem Fels abgerungen. Jeden Quadratmeter fruchtbare Erde haben sie hierher gebracht, um zwischen den terrassenförmigen Steinmauern Weinstöcke, Olivenbäume und Gemüse anzupflanzen.

Liebes-Pfad

Eine Besonderheit ist der schmale Wanderweg „Via dell’ Amore“ zwischen Manarola und Riomaggiore. Er ist bei Liebespaaren aus aller Welt geschätzt. Nach dem Bau der Eisenbahn hat sich die Dorfjugend auf dem Pfad heimlich getroffen. Ein Journalist hat im „ Corriere della Sera“ darüber berichtet und den „Love Way“ damit weltberühmt gemacht.

Hier hängen Scharen von Liebenden Schlösser an die Zäune und werfen die Schlüssel ins Meer, um ihre ewige Liebe zu bekunden.

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