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EURO 2016
02/28/2016

Die besten Restaurants in Paris

EURO '16: Frankreichs Hoteliers und Gastronomen können vom 10. Juni bis 10. Juli jubeln.

Wenn einmal das Hotel, der Flug oder die Bahnfahrt nach Paris gebucht sind, können die glücklichen Fußball-Fans, die EM-Tickets ergattert haben, schon jetzt einen Tisch in einem der Feinschmeckerlokale reservieren. Der Ansturm wird groß sein.

Pierre Gagnaire

Der Urvater der französischen Avantgarde. Experimente finden bei ihm weniger in der Technik, als viel mehr in den Aromenverbindungen statt. Große Klasse.Rue Balzac, 75008 Paris, ☎ +33 1 58 36 12 50,www.pierre-gagnaire.com

– Le Cinq

Ein Klassiker in der Pariser Restaurant-Szene, seit Jahren an der Spitze der Bewertungen. Verantwortlich dafür ist Christian Le Squer, der uns Bissen für Bissen daran erinnert, warum Frankreich den Titel der kulinarischen Grand Nation verdient. Majestätisches Ambiente, im Keller lagern 50.000 Weine. Erwartungsgemäß gehobenes Preisniveau: Mittagsmenü vier Gänge 145 €, sechs Gänge 210 €. Im Hôtel George V, 75008 Paris, ☎ +33 1 49 52 71 54,www.restaurant-lecinq.com

Guy Savoy

Gelernt hat er bei den Brüdern Troisgros in Roanne, dann zog es ihn nach New York, später kehrte er nach Paris zurück, wo er seit 1980 diese Lokallegende eröffnete. Bei seinen Kreationen besinnt er sich immer auf seine Wurzeln. Präzise Ausführung, schier unerschöpfliche Ideen. Dependance in Las Vegas. Im Hôtel de la Monnaie, 11 Quai de Conti, 75006 Paris, ☎ +33 1 43 80 40 61,www.guysavoy.com

– L'Arpège

Manche haben Alain Passard für verrückt erklärt, als er vor einigen Jahren verlauten ließ, er konzentriere sich ab nun auf Gemüse, das er selbst auf seinem Bio-Bauernhof anbaut. Heute gilt er zu Recht als Visionär und Pionier. 84 Rue de Varenne, 75007 Paris, ☎ +33 1 47 05 09 06, www.alain-passard.com

– L'Astrance

Pascal Barbot lernte bei Alain Passard im L’Arpege, bereiste den Südpazifik als Koch der französischen Navy, strandete 1998 in Sydney (Ampersand Restaurant), um 2000 mit dem L’Astrance im Schatten des Eiffelturms durchzustarten. Seine Spezialität ist das Weglassen – nicht nur das Ambiente des Restaurants ist reduziert, auch Butter und Obers wird man in seinen Kreationen vergeblich suchen, dafür ein Maximum an Geschmack finden. 4, rue Beethoven, ☎ +33 1 40 50 84 40, www.astrancerestaurant.com

David Toutain

Er ist noch ziemlich jung, fährt seine eigene Linie, die höchst kreativ und zugleich sehr unterhaltsam ist. Mit seinem ersten Restaurant "Agapé Substance" feierte er schon große Erfolge, heute wirkt seine Küche noch individueller und zeigt Souveränität. Und das um 80 € für zehn Gänge (carte blanche). 29 Rue Surcouf, Paris, ☎ +33 1 45 50 11 10, www.davidtoutain.com

Gemütlich und leistbar

– A Noste

Der Hotspot der Pariser Foodies. Im Erdgeschoß gibt es einen Indoor-Foodtruck mit Sandwiches (auch zum Mitnehmen) sowie Tapas wie geräucherte Polentasticks mit Ente, BBQ Huhn und Schweinerippchen. Im 1.Stock bekommt man ein sechsgängiges Menü serviert. 6 bis rue du 4 Septembre, Paris, ☎ +33 1 47 03 91 91,www.a-noste.com

– Caillebotte

Was unterscheidet dieses Bistro von den vielen anderen? Skandinavische Möbel, die Marmorbar, eine coole Playlist und die Küche von Franck Baranger, die ein Repertoire von Jakobsmuschel mit Kaffeemarinade über Hecht mit Rote-Rüben-Ketchup bis zu Kalbsravioli und Hasenschulter präsentiert. Das Ganze ist von erfreulicher Qualität und kostet mittags nur 20 € (Tagesgericht mit Vorspeise und Dessert). Rue Hippolyte Lebas,Paris, ☎ +33 1 532088 70

– L'Ami Jean

2002 übernahm Stéphane Jégo diese baskische Institution nahe des Eiffelturms und machte daraus eines der Lieblingsbistros der Pariser. Es ist heiß, es ist laut, es ist viel los – und mittendrin serviert Jégo eine rustikale Wohlfühlküche wie Parmesan-Speck-Suppe, die in einen Teller mit zimtgebratener Gänseleber gegossen wird oder sautierte Babytintenfische mit Ratatouille. Gute Weinkarte. 27 Rue Malar, Paris,http://lamijean.fr

– Septime

Einer der heißesten Tische der Stadt, sehr begehrt und schwer zu bekommen, und das seit der Eröffnung vor fünf Jahren. Das Konzept ist simpel: Zutaten mit Stammbaum, cooles Farmhouse-Interieur, Jimi Hendrix im Stereo und an den Nebentischen sitzen entweder Geschäftsleute, schöne Pariserinnen oder weltreisende Feinschmecker. Es ist offensichtlich, dass Bertrand Grebaut bei Alain Passard gelernt hat und das Ganze in Bistro-Avantgarde übersetzt hat. Mittleres Preisniveau (Mittags: Vorspeise, Tagesteller und Dessert 28 €. Abends: carte blanche 5 Gänge 55 €). 80 Rue de Charonne, Paris, ☎ +33 1 4705 86 89,www.septime-charonne.fr

- Botanique Restaurant

Sugio Yamaguchi konzentriert sich auf Kräuter und Gemüse, gibt sich aber beim Einsatz von Fleisch und Geflügel ziemlich flexitarisch. Im Erdgeschoß bekommt man Gourmet-Tapas und sehr gute Weine, einen Stock höher regiert die Bistronomie mit einem Degustationsmenü: knusprige Kohlsprossenblätter mit Chili, die beste Fischsuppe ever mit Jakobsmuscheln, Austern und Herzmuscheln samt Shiitake-Pilzen, Kohl und Rüben in einer dichten Suppe und schließlich das Black Angus Steak mit Kerbelwurzeln und einem idealtypischen Erdäpfelgratin. 71 Rue de la Folie Méricourt, 75011 Paris, ☎ +33 1 47 00 27 80,www.botaniquerestaurant.com

Die Autorin Martina Hohenlohe ist Chefredakteurin des GaultMillau. Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem Gourmetführer.

Paris: Noch gibt es Zimmer und Flüge

Nun ist es fix. 43.884 Tickets für die Fußball-EM wurden für österreichische Fans von der UEFA verlost. Beworben hatten sich mehr als 300.000. Mit der Kartenzuteilung hat auch der Run auf Flüge und Hotels begonnen. „Wer Karten für die EM in Frankreich hat, sollte so schnell wie möglich buchen. Die Preise steigen täglich“, empfiehlt Jörg Redl, Produktionsleiter von Raiffeisen Reisen.

„Die Nachfrage ist um ein Vielfaches größer als das Angebot“, weiß auch TeamTours-Chef und Sport-Event-Spezialist Roland Kaiser. „Wenn ein Reiseveranstalter ein Ganzjahreskontingent hält oder bereits Zimmer geblockt hat, könnte man Glück haben.“ EM-Besucher sollten ein, zwei Tage vor einem Match anreisen und etwas länger bleiben. Paris werde noch eine Weile zu halbwegs vertretbaren Preisen anzufliegen sein, nach Bordeaux seien kaum noch Flüge für Spieltage zu bekommen. Deshalb bemüht sich Kaiser, ein Angebot für einen Tages-Charter Wien-Bordeaux-Wien auszuarbeiten.

Prima Reisen bietet vom 17. 6. bis 19. 6. 2016 (Spiel ÖsterreichPortugal) ein Pauschalangebot nach Paris um 899 € p. P. inkl. Flug, 3*-Hotel, Transfers, Frühstück an. Achtung: Beinhaltet nicht Karte fürs EM-Match. www.primareisen.com
Die KURIER-Sportredaktion warnt davor, EM-Tickets auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Karten sind personenbezogen, stichprobenweise werden beim Eintritt Ausweise verlangt.

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