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Inselhüpfen

Aloha im Paradies: Die schönsten Inseln Hawaiis

Die Inselgruppe im Pazifik hält einige Überraschungen bereit – von schwarzen Lava-Stränden bis hin zu einem einzigartigen Lebensgefühl.

von Elisabeth Gerstendorfer

11/22/2015, 06:00 AM

Wow – seht wie süß sie sind! Ist das nicht fantastisch?", ruft Pilotin Julie begeistert. Für die Walfamilie mit zwei ausgewachsenen und einem Baby-Wal wendet sie den Hubschrauber um 180 Grad und folgt den drei Giganten hinaus aufs Meer. Wenn selbst die Hawaiianerin beim Anblick der riesigen Meeressäuger so erfreut reagiert, ist schnell klar, dass wir etwas ganz Besonderes gesehen haben.

Die vom Aussterben bedrohten Buckelwale legen jedes Jahr rund 5000 Kilometer vom frostigen Alaska bis in die tropischen Gewässer Hawaiis zurück, um hier ihre Jungen aufzuziehen. Vor der Insel Oahu sieht man sie seltener als vor den Inseln Maui und Kaua’i. Auch wenn die Insel mit der Wolkenkratzer-Hauptstadt Honolulu und dem berühmten Strand von Waikiki mit seinen zahlreichen Hotels als überfüllt gilt, lässt sich hier einiges entdecken. Vom Diamond Head, einer 232 Meter hohen Tuffsteinformation an der Insel-Ostseite, genießt man einen traumhaften Blick über Waikiki.
Die Preise sind hier höher als sie sein müssten – selbst der Taxifahrer meint: "Wenn du pleite werden möchtest, komm nach Waikiki." Doch hinter der Touristenhochburg warten grandiose Landschaften in satten Grüntönen, verborgene Wasserfälle und weiße Sandstrandbuchten. Sie waren oft Drehort, z. B. für die Filme "Jurassic World", "Avatar" oder "Fluch der Karibik".

Hektisches Honolulu

Oahu ist mit etwa einer Million Einwohnern die am stärksten besiedelte Insel. Untypisch für das entspannte Lebensgefühl Hawaiis trifft man in Honolulu auf urbane Hektik. Neben der geschäftigen Chinatown finden sich hier Theater, Bars, Parks und historisch wichtige Monumente, etwa der Iolani-Palast, die ehemalige königliche Residenz. Die ersten Siedler lebten abgeschieden mit Königen der Familie von Kamehameha, bis James Cook sie 1778 entdeckte.

Geschichtsträchtig ist auch die Bucht von Pearl Harbour. Hier begann für die USA am 7. Dezember 1941 der Zweite Weltkrieg, als die japanische Luftwaffe die im Hafen liegende amerikanische Kriegsflotte angriff. Schon aus dem Hubschrauber konnten wir die Umrisse des Wracks der USS Arizona erkennen. Das mitsamt der Besatzung gesunkene Schlachtschiff wurde nie geborgen.

Über ihm befindet sich heute eine schwimmende Gedenkstätte, das Arizona Memorial. Insgesamt 2403 Amerikaner kamen ums Leben. Vor allem amerikanische Besucher werfen die Blumen der für Hawaii typischen Lei-Kränze, die man oft zur Begrüßung bekommt, zum Gedenken an die Opfer ins bis heute ölige Wasser.

Hühner im Sternehotel

Von Oahu geht es weiter zur Garteninsel Kaua’i, wo wir einen Eindruck vom ursprünglichen Hawaii bekommen. Hier laufen selbst im Sternehotel die Hühner durch den Garten. Kokosnusspalmen bestimmen die Landschaft – ein eigenes Gesetz regelt, dass Häuser nicht höher gebaut werden dürfen. Hier bekommen wir langsam ein Gefühl für den "Aloha-Spirit". Aloha ist nämlich nicht das hawaiianische Wort für "Hallo". Vielmehr drückt es Freundlichkeit, Wertschätzung und das Zusammenkommen verschiedener Völker aus. Aloha eint auf Hawaii Polynesier, Asiaten, Amerikaner, Latinos und Afroamerikaner, die in Toleranz gemeinsam leben.

Einen gewaltigen Anblick bietet auf Kaua’i der Waimea Canyon, der "Grand Canyon des Pazifiks". Er entstand durch ein Erdbeben und ist mit seinen 22,5 Kilometern Länge und 1070 Metern Tiefe zwar kleiner als das Original, seine Rottöne jedoch ebenso spektakulär.

Big Island

Eine völlig andere Vegetation erwartet uns auf Big Island. Die Hauptinsel ist ungefähr doppelt so groß wie alle anderen. Im Verhältnis zu ihrer Größe ist sie nur wenig bewohnt – 180.000 Menschen leben hier. Auf der Insel finden sich fünf Vulkane, darunter der Kilauea, der zu den aktivsten der Welt zählt. Sein jüngster Ausbruch dauert seit 1983 an – immer wieder bricht Lava heraus, die sich ihren Weg auch durch Wohngebiete bahnt. Davon zeugen schwarze Sandstrände sowie erstarrte Lava-Formationen. Bei einer Tour durch den Vulcano Nationalpark kann man die Rauchschwaden des Kilaueas aus sicherer Entfernung beobachten.

Auf dem Lavagestein wachsen auf der Insel wunderschöne wilde Orchideen. Sie werden auch auf Farmen gezüchtet und in die Welt exportiert. Landwirtschaft steht auf Big Island an erster Stelle. Hier wachsen etwa Ananas, Mangos, Macadamia-Nüsse und Papayas. Seit den 1960er-Jahren wird im Kona-Gebiet Kaffee angebaut. Der Mineralgehalt der Lava verleiht ihm seinen speziellen Geschmack, auch die anderen Inseln produzieren jeweils ihre eigene Bohne. Bei den rund 600 Coffee-Companies Konas können Sorten probiert werden.

Kona ist vom Klima wärmer als die anderen Inseln. Selbst abends brauchen wir keine Weste, während wir dem Shopping frönen. Vom Hawaiihemd bis zum Surfbrett bekommt man hier alles. Selbst Bier. Entgegen des bekannten Schlagers "Es gibt kein Bier auf Hawaii" wartet Big Island mit Brauereien auf.

Die meisten Strände

Noch einmal wechseln wir die Insel und kommen nach Maui. Hier gibt es die meisten Strände Hawaiis. Entlang der einzigen Straße der Insel – passiert ein Unfall, steht stundenlang alles still – sind zahlreiche Aussichtspunkte, von denen wir einen guten Blick auf Wale haben. Muttertiere bringen ihren Jungen in diesen Buchten bei, wie sie Atemluft nach oben stoßen. Lebensstil und Atmosphäre auf Maui sind jung – unser Guide Butch bringt es so auf den Punkt: "Maui ist der einzige Platz der Welt, wo man einem 60-Jährigen auf dem Skateboard begegnet, ohne dass es ungewöhnlich ist."
Maui ist ein beliebter Treffpunkt für Surfer und Kitesurfer. Die Windbedingungen sind ideal, auch wenn einige weiße Kreuze an der Küste zeigen, dass die hohen Wellen nicht ungefährlich sind. Informationen, wo es auf Hawaii besonders gut zum Surfen ist, erhält man übrigens in der täglichen Surfvorhersage im Fernsehen. Surfprofis fliegen schon mal zwischen den Inseln hin und her, um die perfekte Welle zu erwischen. Einer der größten Sandstrände Mauis, der Big Beach, bietet sich für Surfanfänger an.

Abends bietet Maui idyllische Sonnenuntergänge. Einheimische treffen sich bei einem Bier, um das Schauspiel zu genießen. Das entschädigt für den wolkenbedeckten Himmel am letzten Reisetag. Guide Butch hat auch dafür den passenden Spruch parat: "Das Schönste am Wetter ist, es von Hawaii aus zu erleben."

Fotos

Anreise

Austrian fliegt täglich von Wien nach Chicago oder New York. Nach einem Nightstop geht es mit United weiter nach Honolulu. Der Ab-Preis beträgt 1087 € (hin und retour) www.austrian.com

Inselhopping

Zwischen den Inseln reist man am besten mit dem Flugzeug. Die größten Fluglinien sind Hawaiian Airlines, Mokulele Airlines, Island Air und go!. Die Flüge zwischen den Inseln dauern 30 bis 60 Minuten. Auf den Inseln ist das Auto die beste Reiseart, nur auf Oahu gibt es öffentliche Busse.

Beste Reisezeit

Hauptsaison ist von Mitte Dezember bis März. Die Tagestemperatur beträgt das ganze Jahr über zwischen 20 und 30 Grad. Ausgeprägte Jahreszeiten gibt es nicht. Die wärmsten Monate sind August und September. Zwischen Juni und November ist Hurrikan-Saison, Hawaii wird aber selten von heftigen Stürmen getroffen.

Preisniveau

Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA. Die Preise sind aber etwa ein Fünftel höher als auf dem amerikanischen Festland. Vor allem die Touristenhochburg Waikiki auf der Insel Oahu ist überteuert. Eine günstige Hauptspeise kostet ab ca. 15 USD. 1 USD = 0,93 €.

Wale schauen

Nur noch bis zu 10.000 Buckelwale leben im Pazifik. Von Dezember bis Ende Mai kommen sie in die tropischen Gewässer vor Hawaii, um ihre Jungen aufzuziehen. Die besten Standorte zum Whale-Watching, sowohl von Booten als auch von der Küste aus: Maui, Kaua’i und Big Island.

Hubschrauber-Rundflüge

zahlen sich auf Hawaii an allen Standorten aus. Ein Flug über Oahu, bei dem man u.a. das Arizona Memorial von oben sieht sowie Wasserfällen ganz nahe kommt, kostet für 45 Minuten rund 200 US-Dollar, z. B. bei www.bluehawaiian.com.

Pearl Harbour

Pro Jahr kommen ca. 1,4 Mio. Besucher zu der Gedenkstätte. Früh kommen, zahlt sich aus. Nach einer kurzen Doku in einem Kino fährt man mit dem Shuttleboot zum Memorial. Anschließend lohnt sich der Besuch des Museums. Jeden Mittwoch kommen Zeitzeugen.

Angebot

Raiffeisen Reisen bietet 15-tägige Mietwagenrundreisen in Hawaii mit je einer Übernachtung in Chicago und New York an. An- und Abreise, Inselflüge zwischen Oahu, Big Island und Maui, je vier Tage Mietwagen auf Maui und Big Island, Flughafentransfers und 24 Stunden deutschsprachige Telefonassistenz im Doppelzimmer 3790 € / Person.
Termine 2016: 5. bis 19. Februar, 5. bis 19. März
– Buchung bei Raiffeisen Reisen unter 01/313 75-82 oder buze@raiffeisen-reisen.at

Auskunft

www.gohawaii.com/de

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