Benin & Togo: Einblicke in eine andere Welt

Naturreligion und Heilkunde: Nicht nur die komplexe Kreis des Voodoo in den westafrikanischen Ländern wirkt wie eine fremde wilde Welt.

Voodoo ist Religion, Kult und Lebenshilfe. Das Wort stammt aus der westafrikanischen Sprache der Fon. Es bezeichnet alles Übernatürliche, nicht Erklärbare, bedeutet aber auch Gott und Schutzgeist. 

Im Bild: Voodoo-Gläubige tanzen sich im Dorf Sanguero, Togo, in Trance In Benin ist Voodoo seit 1996 als Religion anerkannt. Laut Schätzungen praktizieren ihn 70 Prozent der Bevölkerung.

Im Bild: Fetisch-Figuren Glaube Für Voodoo-Gläubige ist die Welt voll guter und böser, göttlicher und halb göttlicher Wesen. 

Im Bild: Voodoo-Priester Die sichtbare Welt der Menschen und die unsichtbare der Geistwesen sind nur durch eine dünne Wand getrennt. In der durch Trommeln initiierten Ekstase bricht diese Wand und Geister nehmen von den Medien Besitz. Mit diesen Kräften umzugehen, ist unter anderem die Kunst der Voodoo-Priester. Heilkunde Voodoo ist aber auch praktische Lebenshilfe und geistige Heilkunde. Die Priester finden für alle Probleme und Wünsche (Krankheiten, Unfruchtbarkeit, Ernte, Reichtum etc.) magische Lösungen und Medizinen. 

Im Bild: Pavianschädel, Fledermäuse, Schlangen - am Fetischmarkt in Togos Hauptstadt Lomé gibt’s alle Voodoo-Utensilien. Diese werden nicht wie ein Medikament eingenommen. Sie sind vielmehr Utensilien wie Knochen, Blut und Wurzeln, die meist in einem Beutel an Stellen deponiert werden, welche die Priester bestimmen. Oft sind damit auch Rituale verbunden.

Im Bild: Tanz zur Hexenbeschwörung Böser Voodoo: Es gibt auch "bösen Voodoo" von schwarzen
Magiern, um bestimmten Personen gezielt Unglück zu bringen. Um sich davor zu schützen, braucht es die Medizin eines guten Priesters. 

Im Bild: Voodoo-Markt in Lomé Einblicke in eine andere Welt: Der wichtigste Voodoo-Opferplatz Dankoli in Benin gleicht einem Komposthaufen, ... ... Rundhütten der Bandjeli in Togo, ... ... junge Burschen feiern ihre bevorstehende Initiation mit Tänzen. Die Lehmhäuser der Tamberma in Togo und der Somba in Benin sind Schutzburgen mit Ecktürmen. Strand bei Grand Popo im Benin, Touristen gibt es kaum. Beutelratte: Die sich vegetarisch ernährenden Tiere sind Lieblingsspeise in Benin und Togo. Rote Sandstraßen und wilde Städtchen am Rande der Wüste im Norden Benins. Die Region Dassa im Benin ist berühmt für hochwertiges Maniok-Mehl, am Straßenrand wird es verkauft. Kein Wein, sondern Benzin. Tankstellen sind in Westafrika selten, Treibstoff wird oft in Flaschen am Straßenrand verkauft Die Pfahlbauten von Ganvie: Zum Schutz vor Sklavenjägern baute sie das Volk der Tofine am Nokwe-See in Benin. Brennholz-Transport am Mono-Fluss. Er bildet die Grenze zwischen Benin und Togo. Voodoo-Zeremonie in einem Dorf der Somba: Die Frauen tanzen mit Kürbisgefäßen auf dem Kopf, ... ... als Kopfschmuck tragen sie wie die Tamberma in Togo Gazellen-Geweihe und ... ... trinken gemeinsam mit Männern selbst gebrautes Bier aus Kürbisschalen, um ihre Zusammengehörigkeit zu bekräftigen. Priesterin in einem Voodoo-Tempel in der einstigen Königsstadt Abomey in Benin. Selbst bewusst: Frau am Nokwe-See. Tamberma-Frau beim Servieren des Mittags-Snacks. Jungfrauen-Tanz beim Volk der Bandjeli in Togo: Fällt eine Schale auf den Boden ist es der Beweis, dass das Mädchen nicht mehr jungfräulich ist. Während der Vorbereitung zu Initiation leben die jungen Männer der Tamberma in engen, kleinen Rundhütten. Zum Schutz vor Sklavenhägern bauten die Tamberma Wohnburgen mit Ecktürmen. Auch heute bauen sie noch so. Die schönsten Exemplare stehen im Tamberma-Tal bei Koutammakou und sind UNESCO-Weltkulturerbe. Fetisch-Priester der Bandjeli in Togo beim Feuertanz, ... ... mit nackten Fußsohlen tanzen sie dabei auch auf glühenden Holzstücken Voodoo-Zeremonie in Sangera zu Ehren des Rachegottes. Die Tänzer fallen dabei in Trance. Priesterin vor einem der bedeutendsten Voodoo-Tempel Togos in Glidji. Küche im Freien: Mit einfachsten Geräten bereiten Bandjeli-Frauen das Essen zu.

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(kurier) Erstellt am
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