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06/22/2022

Verstecktes Genua: Liguriens stolze Stadt am Meer

Den Titel “die Stolze” verdankt Genua seinen prachtvollen Palästen, die das goldene Zeitalter des 16. und 17. Jahrhunderts bis heute widerspiegeln. Doch die Geburtsstadt von Christoph Kolumbus hält noch weit mehr Schätze bereit, die bislang - zumindest fast - im Verborgenen geblieben sind.

Welche kulinarischen Highlights man sich nicht entgehen lassen sollte, wo sich die schönste Route zum Flanieren befindet und welches außergewöhnliche Verkehrsmittel durch die ligurische Stadt führt, lesen Sie hier:

Genua damals und heute

Genua - die Wiege des weltberühmten Pesto und schon in der Antike eine bedeutender Handelsposten. Die Gassen der ligurischen Hauptstadt erzählen bis heute von geschickten Seefahrern und klugen Handelsleuten, die das Mittelmeer durchquerten. Kein Wunder also, dass auch Christoph Kolumbus sich aufmachte, um von Genua aus die Welt zu erkunden. Dabei liegt das Glück oft näher als man denkt - offenbart das moderne Genua mit einer reichen Kulturvielfalt und verborgenen Wohlfühloasen viel Spannendes, das sich zu entdecken lohnt.

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Essen wie die Genues*innen

Bevor es auf eine Erkundungstour durch das historische Zentrum geht, braucht es eine Stärkung: Diese holt man sich am besten in einer sogenannten “Sciamadda”, einem Lokal mit Holzofen, das traditionelle Gerichte wie Farinata Genovese -  italienische Palatschinken aus Kichererbsenmehl, Milchreistorte, Gemüsepasteten oder gefüllte Sardellen anbietet.

Besonders gern besucht ist das Sà Pesta in der Via dei Giustiani. Zu Mittag nimmt das Lokal keine Reservierungen entgegen - hier heißt es: First come, first serve. Doch Platz ergattern lohnt sich - das bestätigen die zahlreichen Einheimischen, die dort speisen.

Aus dem goldenen Zeitalter

Auf den sogenannten Neuen Straßen Garibaldi, Cairoli und Balbi locken prachtvolle Palais, die Palazzi dei Rolli, die im 16. und 17. Jahrhundert als repräsentative Wohn- und Verwaltungsgebäude fungierten. Auch Könige und Päpste schliefen hier, wenn sie in der Seerepublik zu Besuch waren. Heute zählt ein Großteil der Paläste zum UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt Museen oder Kunstsammlungen.

Nach langen Restaurierungsarbeiten öffnete der  Palazzo Rosso kürzlich wieder seine Pforten. Der Rote Palast besticht mit Fresken der größten ligurischen Maler des 17. Jahrhunderts und präsentiert eine reiche Gemäldegalerie, die im Laufe von mehr als zwei Jahrhunderten von der Familie Brignole-Sale gesammelt wurde. Unter den ausgestellten Künstlern befinden sich Dürer, Veronese, Guercino, Strozzi, Grechetto, Van Dyck und viele andere.

Die Geschichte einer Nation neu erzählt

Noch mehr Kulturgenuss bietet das neu eröffnete MEI, Nationalmuseum der italienischen Auswanderung. Auf drei Etagen erzählt es die bewegte Geschichte der italienischen Migration. Und das ist eine spannende - denn Genua ist eine Stadt, die eng mit der Auswanderung verbunden ist. Von hier aus zogen Millionen von Italiener*innen nach Amerika, Afrika, Asien und Australien. Die Lebensgeschichten dieser Menschen werden mit Autobiografien, Tagebüchern, Briefen, Fotos und Zeitungen zum Leben erweckt. Ein multimediales und interaktives Museum in einem der ältesten Gebäude der Stadt.

Eine Fahrt in die Vergangenheit

Eine der eindrucksvollsten Arten Genua zu erleben, ist eine Fahrt mit der Standseilbahn Sant’Anna, die den Stadtkern hinter sich lässt und unbeschwert die ligurischen Hügel erklimmt. Oben angekommen, lockt die lebendige Tradition der historischen Geschäfte. Diese haben ihren Sitz in alten Gebäuden und weisen unzählige Relikte vergangener Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte auf.

Das älteste unter den historischen Geschäften ist die Farmacia dei Frati di Sant’Anna. Seit 1584 befindet sich die Apotheke in einer grünen Ecke inmitten der Stadt. Ob Cremes, Parfüms, Kräutertees oder Arzneimittel - Bruder Ezio berät mit fachlicher Expertise und führt seine Kund*innen in die facettenreiche Produktvielfalt des Traditionshauses ein.

Romantisches Flanieren in Pegli

Im Westen Genuas findet sich im Vorort Pegli eine Erholungsoase, die zu romantischen Spaziergängen einlädt. Erbaut im 19. Jahrhundert, skizziert die Villa Durazzo Pallavicini eine märchenhafte Reise durch die Zeit. Ungewöhnliche Kulissen, darunter Tempel, Obelisken, Grotten, Seen und markante Pagoden spiegeln die Vielseitigkeit der Kulturen wider.

Um nicht nur den Besuch, sondern auch die Anreise zur Gartenanlage zu einem Erlebnis zu machen, wählt man am besten die Fähre Navebus, die den Alten Hafen mit dem Pier Archetti in Pegli verbindet. In der 30-minütigen Überfahrt genießt man vom Meer aus einen herrlichen Blick auf Genua.

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Weitere Informationen über Genua finden Sie hier.

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