Politik
08.01.2012

Vorbild Schweden

Dass in dem Land viel für Gleichberechtigung getan wurde, macht sich bezahlt.

In Rankings über die Gleichstellung von Männern und Frauen ist ein Land stets an der Spitze oder zumindest unter den Top-5 zu finden: Schweden.
Frauen verdienen dort um maximal acht Prozent weniger als Männer (Vollzeitbeschäftigte). In Österreich wird vollbeschäftigten Frauen rund ein Viertel weniger Geld aufs Gehaltskonto überwiesen.
Was macht Schweden anders? Es ist Usus und gesellschaftlich nicht verpönt, dass Frauen bald nach einer Geburt wieder arbeiten gehen. Möglich ist das vor allem, weil Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem zweiten Lebensjahr ihres Nachwuchses haben.
Conclusio? Österreich muss viel mehr Geld in Kinderbetreuung investieren – trotz Sparpaket. Das würde sich nicht nur für die Frauen lohnen, sondern sich auch für den Staat bezahlt machen: Höhere Frauenbeschäftigung wirkt sich positiv auf das Wirtschaftswachstum aus. Und genügend (gute) Kinderbetreuungsplätze steigern die Geburtenrate. In Schweden liegt sie bei zwei Kindern pro Frau (Österreich: 1,4). Dass Schweden vieles richtig macht, zeigt auch die Staatsverschuldung von 37 Prozent. In Österreich ist sie fast doppelt so hoch. Ein Blick nach Skandinavien zahlt sich also aus.

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