Verweste Leichen auf Flüchtlingsboot

Die Flüchtlinge konnten den stickigen Laderaum nicht verlassen, da an Deck des Bootes kein Platz mehr war.
Foto: apa

Eine grauenvolle Entdeckung machten die Behörden auf Lampedusa. 25 Menschen waren schon zu Beginn ihrer Flucht im Laderaum erstickt.

Die 25 Migranten, die tot auf einem Boot mit insgesamt 271 Passagieren auf der Mittelmeerinsel Lampedusa entdeckt wurden, sind erstickt. Dies teilten die Behörden auf Lampedusa mit. Die Leichen wurden in einem Laderaum des Bootes eingepfercht gefunden. "Sie waren seit mindestens zwei Tagen tot", berichtete ein Arzt auf Lampedusa.

Die Migranten seien wegen der Hitze und dem Mangel an Sauerstoff im Laderaum gestorben, in dem sie die Abgase des Motors einatmen mussten. Die Flüchtlinge im Lagerraum hätten nach einigen Stunden Reise versucht, den stickigen Laderaum zu verlassen. Sie wurden jedoch von den anderen Migranten daran gehindert. Das Boot sei so überfüllt gewesen, dass es für andere Personen im Freien keinen Platz mehr gab.

Die Flüchtlinge konnten den stickigen Laderaum nicht verlassen, da an Deck des Bootes kein Platz mehr war. Foto: apa Die Flüchtlinge konnten den stickigen Laderaum nicht verlassen, da an Deck des Bootes kein Platz mehr war.

Das Boot sei über drei Tage unterwegs gewesen. Die hohe Temperatur habe die Verwesung der Leichen beschleunigt, berichtete ein Arzt. Die sizilianischen Justizbehörden leiteten eine Untersuchung ein. Das Migrantenboot war wegen eines Motorschadens vor Lampedusa in Seenot geraten. Die sizilianische Küstenwache eilte dem Boot zur Hilfe und brachte die überlebenden Flüchtlinge nach Lampedusa.

(apa / ps) Erstellt am
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