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Politik
12/05/2011

Taucher unter Wasser gefangen

Im Iran wurden bei einem Schiffsunfall Taucher in der Druckkammer in 60 Metern Tiefe eingeschlossen. Hoffnung gibt es nicht mehr.

Verlorener Überlebenskampf unter Wasser: Vor der iranischen Küste war am Donnerstag ein Tauchschiff untergegangen, das die Passagiere mit sich in die Tiefe zog. Sieben Menschen kamen dabei sofort ums Leben, doch das Schicksal sieben weiterer war tagelang ungewiss. Sie waren in der Druckkammer an Bord gefangen, wo sie noch einen Sauerstoffvorrat hatten, berichteten staatliche iranische Medien.

Doch die Rettungsaktion war vergebens: Die Helfer hätten in 60 Metern Tiefe nur noch Leichen bergen können, nachdem sie die Druckkammer vom Schiff gelöst und an Land gebracht hätten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Eine amtliche Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Das Tauchschiff Kousha hatte iranische, indische und ukrainische Taucher an Bord, die vor der südiranischen Küste im Persischen Golf am Meeresboden Pipelines überprüft hatten. Insgesamt waren 73 Menschen an Bord. Die meisten konnten gerettet werden, als das Schiff in stürmischer See aus noch unbekannter Ursache sank.