Politik
09.12.2011

Studiengebühren: Burgstaller will Modell vorlegen

Beim nächsten SPÖ-Parteitag möchte die Salzburger Landeshauptfrau ihre Parteifreunde von der Wiedereinführung von Studiengebühren überzeugen.

Salzburgs SP-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bleibt auch nach dem Nein der Bundespartei auf Kurs in Richtung Wiedereinführung von Studiengebühren. Am Freitag erklärte sie, die Ablehnung der SPÖ sei zu erwarten gewesen, weil es schließlich einen gültigen Beschluss gegen Uni-Gebühren gebe. Die Salzburger Landeshauptfrau will aber nun ein konkretes Modell zur Wiedereinführung der Studiengebühren bei gleichzeitiger gerechter Neugestaltung des Stipendienwesens erarbeiten und dieses beim nächsten Bundesparteitag vorlegen.

 

FH Salzburg als Vorbild

Burgstallers Modell soll sich an der Regelung an der FH Salzburg orientieren. Dort würden die eingehobenen Studiengeühren positiv angenommen, weil im Gegenzug Studien- und Laborplätze ebenso garantiert seien, wie die Möglichkeit, das Studium in der Mindestzeit zu absolvieren - entsprechende Leistungen vorausgesetzt. Zudem will Burgstaller das das Stipendienwesen fairer regeln. Dieses benachteilige seit langem Kinder von Arbeitnehmern, während beispielsweise Kinder von Landwirten aufgrund der Berechnung der Einheitswerte leichteren Zugang zu Stipendien hätten, so Burgstaller.

In vielen Gesprächen höre sie von den Menschen, dass dies der richtige Schritt wäre, wenn die Unis dadurch den Studierenden gute Leistungen anbieten könnten. Auf die Frage, wer denn nun die schweigende Mehrheit in der SPÖ sei, die ebenfalls bereits für die Wiedereinführung der Studiengebühren eintrete, sagte Burgstaller, dass diese schwer zu definieren sei. Sie verwies aber darauf, dass ihr steirischer Amts- und Parteikollege Franz Voves nach der Landeshauptleutekonferenz in Kaprun einen Abtausch vorgeschlagen habe: Die SPÖ solle sich bei den Studiengebühren bewegen, die ÖVP dafür bei der Gesamtschule. Und auch von Wiens Bürgermeister Michael Häupl seien bereits ähnliche Signale zu vernehmen gewesen.

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