Steirerin ermordet: Brüder festgenommen

APA/KEYSTONE/MARCEL BIERIAPA7202348-2 - 12032012 - LANGENTHAL - SCHWEIZ: ZU APA 509 CI - Die Leiche einer 43-jährigen gebürtigen Steirerin wurde am Samstag, 10. März 2012, bei einer Turnhalle in Langenthal im schweizerischen Kanton Bern gefunden. Wer die
Foto: APA/KEYSTONE/MARCEL BIERI Die nackte Leiche wurde in einem Schacht gefunden

Nach dem Mordfall in der Schweiz wurden die zwei jungen Männer verhaftet. Es gibt Anhaltspunkte für ein Sexualdelikt.

In den Ermittlungen über den gewaltsamen Tod einer gebürtigen Leobnerin in Langenthal, Schweiz, ist die Kantonspolizei Bern offenbar einen Schritt weiter. Montagabend wurden zwei Brüder, 23 und 25, verhaftet. „Die beiden Schweizer stehen im Verdacht, mit dem Tod der 43-jährigen Frau in Verbindung zu stehen“, wurde in einem Presse-Communiqué mitgeteilt. Tathergang und Hintergründe seien aber nach wie vor offen.

 

Sexualverbrechen

Laut Erstgutachten der Rechtsmedizin Bern ergeben sich Anhaltspunkte für ein Sexualdelikt. Das Opfer sei massiver stumpfer Gewalt ausgesetzt gewesen, die Verletzungen am Kopf und an Organen hätten zum Tod geführt.

„Ich koche bei Ihnen zu Hause für Sie und Ihre Gäste. Gastgeber zu sein, ist ein Teil von mir und Kochen meine Leidenschaft“, beschrieb Claudia B. auf ihrer Internetseite ihren Beruf als Köchin in Privathaushalten. Ob sie vergangenen Freitagabend von vermeintlichen Kunden geködert wurde, sich aber ihrem Mörder, ihren Mördern auslieferte, ist noch unklar.

Die Steirerin hatte ein spannendes Leben. Als Fotografin zog sie vor 15 Jahren in die Schweiz, betrieb ein Atelier. Die Liaison mit einem wohlhabenden Schweizer brachte ihr nach dessen Tod eine Erbschaft und eine noble Wohnung in Bäch am Züricher See.

Claudia B. machte ihr Hobby zum Beruf: „Störköchin“ wird das Catering in Privathaushalten in der Schweiz genannt. Eltern und Bruder leben in Leoben. Ein Kriseninterventionsteam war dabei, als man Sonntag die Todesnachricht über Claudia überbrachte.

 

(kurier) Erstellt am
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