Raschere Anerkennung ausländischer Abschlüsse

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Akademiker – Künftig wird nur eine, zentrale Stelle für die Nostrifizierung zuständig sein.

Nur jeder dritte Akademiker, der aus einem Nicht-EU-Land nach Österreich zieht, lässt seinen Abschluss hierzulande anerkennen; auch deshalb arbeiten viele Migranten aus Drittstaaten unter ihrem eigentlichen Qualifikationsniveau.

„Für den Einzelnen ist das frustrierend, für den Standort Österreich ist es fahrlässig“, sagt Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP). Mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) will er die Nostrifizierung solcher Abschlüsse erleichtern. Künftig soll es eine zuständige Stelle geben, die die Anerkennungs-Anträge sammelt und an die zuständigen Universitäten weiterleitet.

Die inhaltliche Prüfung (derzeit gibt es pro Jahr rund 200 Anträge) erfolgt weiter an den Unis, die dafür künftig allerdings nur mehr drei statt sechs Monate Zeit haben sollen. Die Anforderungen ändern sich hier nicht: Wer etwa außerhalb der EU Medizin studiert hat (innerhalb der EU sind die Ausbildungen abgestimmt, die Anerkennung ist relativ unkompliziert) , muss weiterhin damit rechnen, (Ergänzungs-)Prüfungen ablegen zu müssen, bevor er in Österreich als Arzt arbeiten darf. Auch in anderen gesetzlich „geschützten“ Berufen wie Anwalt oder Lehrer müssen neben der formellen Prüfung des Abschlusses oft Inhalte nachgeholt werden.

Dazu kommen die Kosten und der Aufwand für die Übersetzung und Beglaubigung von Unterlagen wie dem Diplomzeugnis. Die Anerkennung wird also eine Spur unbürokratischer – man darf sich aber nicht erwarten, dass dadurch der oft zitierte ausländische Arzt, der in Österreich Taxi fahren muss, bald im OP steht.

(kurier) Erstellt am
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