ÖVP: Hohe Gebühr für überlaufene Studien

Geht es nach Vizekanzler Spindelegger, würde etwa das Publizistik-Studium teuer werden. Günstig würde beispielsweise Technische Mathematik kommen.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Bei Fächern mit vielen Studierenden und mäßigen Berufsaussichten sollte es hohe Beiträge geben, schlägt ÖVP-Chef Spindelegger vor.

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) schlägt nach Fächern gestaffelte Studiengebühren vor. In Studienrichtungen, bei denen großer Bedarf an Absolventen besteht, könnte man keine oder geringe Beiträge einheben. Bei Fächern mit "wahnsinnig vielen Studierenden" und mäßigen
Berufsaussichten sollte es höhere Beiträge geben, sagte Spindelegger gegenüber mehreren Bundesländer-Zeitungen.

Kanzler dagegen

Grundsätzlich geht es für Spindelegger bei den Universitäten "um eine bessere Steuerung ohne Zwang". Auch Kanzler Werner Faymann (SPÖ) meint in dem gemeinsamen Interview, dass die Situation an den Unis verbessert werden müsste und mehr Geld nötig sei - allerdings, "wenn es nach mir geht", ohne die Wiedereinführung der Studiengebühren. Diskutiert werden müsse vielmehr über "Formen von Zugangsbeschränkungen". Außerdem müsse das Angebot aufgestockt werden, aber "nicht in philosophischen oder ähnlichen Bereichen", sondern in technischen Fächern.

Spindeleggers Plan für variable Studienbeiträge ist nicht neu: Die damalige Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) hat bereits im Oktober vergangenen Jahres ein derartiges Modell vorgeschlagen.

Und auch ihr Nachfolger, Karlheinz Töchterle, kann sich vorstellen, dass die Unis künftig autonom die Höhe der Studiengebühren festlegen können sollen. Attraktivere Unis könnten durchaus mehr verlangen, meint Töchterle.

(apa / aho) Erstellt am
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