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Politik
12/05/2011

Österreichs Auftritt in New York

"Es geht um Außenpolitik, da ziehen wir an einem Strang": Bundespräsident, Kanzler und Außenminister geben sich in New York harmonisch.

Wie aufgefädelt saß Österreichs Staatstroika - Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger - zum Start der Generaldebatte der 66. UN-Vollversammlung hinter dem Schild "Austria" in der dritten Reihe im riesigen Sitzungssaal, als UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und kurz darauf US-Präsident Barack Obama ihre Reden hielten.

Das Bild zeigte Einigkeit und Harmonie nach außen. Sie vereinbarten, in New York nicht über innenpolitische Fragen wie SPÖ-Druck bei Inseraten-Schaltungen, Telekom- und sonstige Affären oder Steuern zu streiten. Gelöst sind die Streitpunkte nicht, dennoch: Die Stimmung unter Österreichs Polit-Granden und ihren Delegationen ist nicht schlecht, es gilt das Motto: Im Ausland halten wir zusammen.

Während des Fluges nach New York hatten Faymann und Spindelegger ein längeres Vieraugen-Gespräch, leger mit offenem Hemd und Frotteesocken vor dem Notausgang der Maschine. Mittwochabend redeten Fischer und Spindelegger mit der Presse.

"Wir sind abgestimmt", erklärte der Bundespräsident. "Es geht um Außenpolitik, da ziehen wir an einem Strang", sagte der Kanzler. "Wir haben eine Linie", betonte der Außenminister.

Panne

Eine kleine Panne passierte doch. Die österreichischen Fotografen bekamen keinen Zutritt ins UN-Hauptquartier: aus Sicherheitsgründen. Die engsten Mitarbeiter der Staatsspitze wurden angewiesen, mit ihren Digitalkameras das Erinnerungsfoto Fischer-Faymann-Spindelegger zu schießen.

In Manhattan schützen bis zu 40.000 Polizisten und Security-Guards mehr als 120 Staats- und Regierungschefs. Im sichersten Hotel wohnte wohl Kanzler Faymann. Teile der Delegation Israels waren in einer Etage des Viersterne-Hotels an der Park Avenue untergebracht, es gab mehr Polizisten als Hotelgäste. Außenminister Spindelegger wohnte in einem hippen, coolen Designer-Hotel in UNO-Nähe.

Nach dem UN-Auftritt trennten sich die Wege der Österreicher. Fischer und Faymann hatten ein Mittagessen mit Ban, am Abend war der Kanzler beim Empfang von US-Präsident Obama. Außenminister Spindelegger war ständig mit seinen EU-Kollegen in Kontakt, es ging um Abstimmung in Sachen Nahost.

Am Donnerstag reist der Bundespräsident nach Wien zurück, der Kanzler fliegt nach Kalifornien weiter. Bei der UNO in New York hält der Außenminister die Stellung.

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