Politik
04.01.2012

Österreich kam 2011 glimpflich davon

Große Schäden durch Hagel gab es allerdings im Juni und Juli.

In Österreich lief 2011 in Bezug auf Naturkatastrophen glimpflicher ab als die Jahre davor. Es blieb weitgehend bei lokalen Ereignissen. Nur im Juni und Juli zerstörte Hagel große landwirtschaftliche Flächen im Burgenland, Oberösterreich, der Steiermark und Wien. Die Schäden betrugen mehr als vier Millionen Euro.

Felssturz

Am 27. August brach eine Kaltfront über Österreich herein und sorgte mit Sturm, Gewitter und Schnee für unzählige Hilfseinsätze. In den Bergen mussten mehrere Sportler aus Bergnot befreit werden, auf den Seen kenterten Boote. In Salzburg löste sich bei Lend ein Felssturz. 10.000 m³ Geröll donnerten ins Tal. Die Landesstraße wurde zugeschüttet, die Salzach bis zur Flussmitte. Die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Im November sorgte die lang anhaltende Trockenheit für größere Probleme. In Wäldern in Tirol (Paznauntal), Kärnten (Kreuzeckgruppe) und Salzburg (Gamsfeld bei Rußbach) brachen Waldbrände aus. Die Einsatzkräfte kämpften oft tagelang gegen die Flammen.

Sturmtief „Joachim“ wurde Mitte Dezember mit Schrecken erwartet. Dem Orkan war über Österreich aber schon etwas die Puste ausgegangen. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 155 km/h sorgte der Sturm zwar für viele Feuerwehreinsätze, größere Schäden blieben aber aus. In der Steiermark sorgte ein Hochwasser mit Vermurung in Nieder-und Oberwölz am 7. Juli für einen Schaden von 30 Millionen Euro. Innerhalb von zwei Stunden fielen damals 140 mm Regen. Man ist noch immer mit den Sanierungsarbeiten beschäftigt.

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