"Marokko-Diebe": FPÖ greift Botschafter an

APFPOE-Sozialsprecher Herbert Kickl nimmt am Montag, 19. Feb. 2007 bei einer Pressekonferenz im Parlamensclub in Wien zum Thema "Belastung des Sozialstaats durch Zuwanderung" Stellung. (AP Photo/Ronald Zak)  --- Spokesman for social affairs of Austrian ri
Foto: AP FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl.

Diplomatische Wellen – Das marokkanische Außenministerium will in Innsbruck als Kläger gegen "die rechtsextreme Partei" auftreten.

Das Innsbrucker FPÖ-Plakat "Heimat-Liebe statt Marokkaner-Diebe" sorgt auch am Wochenende weiter für Aufregung. Wie berichtet, hatte das Königreich Marokko Österreichs Botschafter Wolfgang Angerholzer zu sich zitiert. Dabei wurde die "Entrüstung des Königreichs über diesen xenophoben Akt" ausgedrückt, betonte das Außenministerium in Rabat.

"Nirgends ist jedoch zu lesen, was unser Botschafter in Marokko als Vertreter der österreichischen und in der aktuellen Diskussion insbesondere der Innsbrucker Bürger deponiert hat", schoss FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl scharf zurück. "Hat er dort auf die massiven Probleme mit marokkanischen Kriminellen hingewiesen? Hat er das Königreich Marokko aufgefordert, diese zurückzunehmen?" Die FPÖ werde vor diesen Missständen nicht kapitulieren.

Das marokkanische Außenministerium will in Innsbruck als Kläger gegen "die rechtsextreme Partei" auftreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachtes der Verhetzung. Offenbar gibt es vorerst drei Anzeigen.

(kurier) Erstellt am
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