Politik
05.12.2011

"Kern hat keinen leichten Stand"

Während bei einem Großteil der Fahrgäste die Zufriedenheit mit den ÖBB steigt, gibt es auch kritische Stimmen.

Der jetzige ÖBB-Chef Kern hat keinen leichten Stand. Denn er muss die Fehler seiner Vorgänger ausbaden und korrigieren", weiß der Sprecher von Probahn Österreich , Peter Haibach.

Allerdings kritisiert er den aktuellen Sparkurs: "Die Bahn zieht sich aus der Fläche zurück. Der Ersatz vieler Nebenbahnen durch Busse regionaler Verkehrsverbunde ist nicht die richtige Lösung." Grund: Bei den regionalen Anbietern fällt die 50-prozentige Ermäßigung der Vorteilscard weg.

Die Plattform der österreichischen Bahnkunden kritisiert auch die Einsparung von Schaffnern in den Nahverkehrszügen. Haibach: "Das Sicherheitsgefühl schwindet. Nicht nur in den Zügen. In Österreich gibt es immer mehr Geisterbahnhöfe. Das kommt nicht gut an."

Gleichzeitig verweist der Bahnprofi auf die Schweiz: "Bei den Eidgenossen ist der Zugverkehr täglich von fünf Uhr Früh bis 24 Uhr garantiert. Von diesem Service sind die ÖBB weit entfernt." Die aktuelle VCÖ-Studie gibt Haibach recht. Denn jeder Zweite der 12.750 befragten Bahnkunde wünscht sich auch in den Nachtstunden eine bessere Verbindung.

Und dass es ab Dezember 2011 keine direkte Verbindung von Linz nach Graz geben wird, sorgt für Unmut.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund