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Interview
01/14/2020

Wirtschaftsministerin Schramböck: "Esse keine Avocados mehr"

Margarete Schramböck über die Berufsschulklassen für Erwachsene, digitale Personalausweise und warum sie keine Avocados isst.

von Johanna Hager

Die Betriebswirtin und Ex-IT-Managerin zählte zum ÖVP-Verhandlerteam und gehört  dem Kabinett Kurz I und II als Wirtschaftsministerin an.

KURIER: Sie sind für Wirtschaft und Digitalisierung zuständig, haben Telekom-Agenden an das Landwirtschaftsministerium verloren. Auch der 5G-Ausbau ist nicht bei Ihnen, der ehemaligen Telekom-Managerin. Macht das Sinn?

Margarete Schramböck: Der Breitbandbereich war auch vorher nicht bei mir. In der Wirtschaft wird zwischen Hard- und Software getrennt. Ich freue mich, dass das Bundesrechenzentrum mit seinen 1300 Mitarbeitern zu uns gekommen ist. Es ist wichtig, dass die gesamte Bundesverwaltung ein Zentrum für den digitalen, sicheren Amtsweg bekommt.

Als Sie das „digitale Amt“ als Wirtschaftsministerin unter ÖVP-FPÖ-Koalition vorgestellt haben, konnte Neos-Mandatar Gerald Loacker seinen Hauptwohnsitz in ihrem Ministerium anmelden. Ist das noch möglich?

Loacker hat als Parlamentarier bewusst ein Gesetz gebrochen und ist der Jugend ein schlechtes Vorbild gewesen. Was er gemacht hat, das hätte er analog auch machen können, doch das ist nicht so spaßig und damit kommt man auch nicht ins Fernsehen. Wir werden das digitale Amt jedenfalls weiter ausbauen.