Politik Inland

Wie geht der Schulbetrieb weiter? Und wann starten die Ferien-Lernkurse?

Alles zum Thema Schule in den kommenden drei Wochen: Schulstart, Massentest, Lernhilfe

12/16/2020, 05:56 PM

Wie bisher wird der 23. Dezember der letzte Schultag in diesem Jahr sein. Los geht es dann aber erst wieder am Montag, den 11. JĂ€nner 2021. Und zwar, so die Hoffnung, auch fĂŒr die Oberstufenklassen, die seit Anfang November daheim sind.

Definitiv entschieden wird das aber erst im JĂ€nner. Hintergrund ist, dass in dieser Altersgruppe auch die Infektionszahlen am höchsten sind. Deshalb wollte sich Bildungsminister Heinz Faßmann am Mittwoch auch nicht auf einen konkreten RĂŒckkehrtermin festlegen. „Ich kann versprechen, dass wir es rechtzeitig sagen, wenn

wir abschĂ€tzen können, wie im JĂ€nner die Infektionszahlen sind.“ Zwar wĂŒrde die Distanzlehre bei den Ă€lteren SchĂŒlern auch besser klappen, aber ein Ersatz fĂŒr die PrĂ€senzlehre sei sie dennoch nicht.

Massentest vor Schulstart

Der spĂ€tere Schulstart nach den Ferien solle Eltern, SchĂŒlern und Lehrern die Möglichkeit geben, sich direkt nach dem Dreikönigstag (6. JĂ€nner) auf das Coronavirus testen zu lassen. Das soll in Form von neuerlichen Massentests möglich werden, da es alleine rund 1,1 Millionen SchĂŒler und 126.000 PĂ€dagogen gibt. Zur Stunde ist noch nicht klar, wie das organisiert wird – anzunehmen ist, dass der Ablauf genau gleich wie bei den Massentests sein wird.

Die Testung ist freiwillig – bisher auch fĂŒr die PĂ€dagogen, auch wenn es konkrete Überlegungen gibt, dass sich Lehrerinnen und Lehrer verpflichtend testen lassen mĂŒssen. Faßmann bestĂ€tigte, dass diese Frage „nicht abschließend“ geklĂ€rt sei, da sie rechtlich heikel ist. Faßmann will das gemeinsam mit Beamtenminister Vizekanzler Werner Kogler dienstrechtlich abklĂ€ren. „Ich glaube aber auch, dass man Menschen nicht immer nur mit Pflichtaussagen zur Einhaltung sinnvoller Regeln zwingen muss“, merkte Faßmann an. Allerdings hatte sich die Lehrergewerkschaft schon deutlich gegen eine Testpflicht ausgesprochen.

Neu wird schon in den Ferien ein kostenloses Lernhilfe-Angebot sein, das vor allem in den Weihnachts- und Semesterferien speziell benachteiligte SchĂŒler unterstĂŒtzen soll. Finanziert vom Bildungsministerium mit einer Millionen Euro, sollen Partnerorganisationen wie Caritas, Diakonie oder Jugendrotkreuz die Abwicklung ĂŒbernehmen. Als Lernhelfer („Buddies“) im Einsatz können dabei Lehrer, Lehramtsstudenten oder OberstufenschĂŒler sein. Eine Anmeldung ist ab 28. Dezember möglich. Eingelöst werden können pro SchĂŒler sechs Einzelstunden oder bis zu 18 Gruppenstunden. So stehen insgesamt etwa 42.000 Lernstunden fĂŒr mindestens rund 7.000 SchĂŒler zur VerfĂŒgung.

Alle weiteren Infos gibt es unter: www.weiterlernen.at 

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