Werner Kogler: "Kein großer Vertrauensvorschuss" für Innenminister Karner

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Vizekanzler Werner Kogler beäugt den neuen Innenminister Gerhard Karner mit Skepsis: "Er bekommt keinen Misstrauensvorschuss".

Während Karl Nehammer (ÖVP) als Kanzler vom Grünen Koalitionspartner freundlich empfangen wird, beäugt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) den neuen Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) offenbar mit Skepsis: "Er bekommt keinen Misstrauensvorschuss, aber auch keinen großen Vertrauensvorschuss von mir", meinte Kogler im "Standard" (Samstag-Ausgabe). Man werde Karner an seiner Amtsführung messen. Karner war zuletzt wegen des Dollfuß-Museums in seiner Gemeinde in die Kritik geraten.

Kritikern fehlt bei dem Museum im niederösterreichischen Texingtal, wo Karner Bürgermeister war, eine ordentliche Auseinandersetzung mit dem austrofaschistischen Kanzler, unter anderen hatten auch die Grüne Abgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic und die SPÖ eine Klarstellung gefordert. "Das Haus wurde 1998 eröffnet, in den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Didaktik und die Herangehensweise geändert", erklärte Karner in der "Presse" (Samstag-Ausgabe). Es gebe schon länger Pläne, das Haus zu adaptieren. "Und ja, ich gebe zu, so etwas kann immer schneller gehen. Ich halte eine Überarbeitung für vernünftig." Es sei ihm "ein Herzensanliegen, gegen Faschismus und Antisemitismus aufzutreten".

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