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Politik Inland
10/01/2019

Was macht Peter Pilz nun? Kogler machte ihm ein Angebot

Es hat bereits Gespräche zwischen Pilz und Werner Kogler über eine "Kooperation" gegeben.

von Ida Metzger

Schon während der TV-Duelle haben Kogler und Pilz Gespräche geführt, wie eine Kooperation entstehen könnte. Bei den TV-Duellen war spürbar, dass sich die beiden Ex-Parteikollegen schon wieder ganz „grün sind“. Wenig war von Ressentiments zwischen dem Abtrünnigen Peter Pilz und Grünen-Chef Werner Kogler zu spüren.

Nachdem die Liste Jetzt mit nur zwei Prozent den Einzug ins Parlament nicht schaffte, ist die Frage offen, was Pilz künftig macht. Dass das 65-jährige Polit-Urgestein in Pension geht, ist undenkbar.

Im KURIER-Interview sagte Wahlsieger Werner Kogler offen, dass er „bereits während der TV-Duelle Gespräche mit Pilz“ geführt habe, wie eine „Kooperation zwischen dem Parlamentsklub der Grünen mit dem Aufdecker“ ausschauen könnte.

Grüne unterstützen

Die Gründe, warum Kogler diesen Schritt nun macht, liegen auf der Hand: Die Grünen haben in den vergangenen Jahren alle personellen Ressourcen de facto gegen null gefahren. In den Nationalrat werden viele neue Gesichter einziehen, wovon der Großteil der 26 Abgeordneten keine parlamentarische Erfahrung hat. Genau das ist der Punkt, von dem Pilz jede Menge hat – nämlich Erfahrung. 33 Jahre lang war Pilz Mandatar und weiß, wie man Untersuchungsausschüsse als Bühne nützen kann. „Wir haben gute Gespräche gehabt, aber Peter Pilz muss entscheiden, ob er künftig im journalistischen Bereich arbeiten will“, so Kogler zum KURIER.

Eine zweite Option wäre für Pilz, seine Online-Plattorm ZackZack zu forcieren und hier seine Enthüllungen zu veröffentlichen. Allerdings wird das eine heftige Umstellung für Pilz, da er dann keine Immunität als Abgeordneter besitzt und medienrechtlich geklagt werden könnte.