Voves will "ins Volk hineinhören"

© APA/HANS KLAUS TECHT

Steiermark
06/25/2014

Voves: Keine Neuverschuldung 2015

Eine mögliche neue Kandidatur will der steirische Landeschef im Herbst fällen.

Vor dem Doppelwahljahr 2015 hat der steirische SPÖ-Chef Landeshauptmann Franz Voves eine Frohbotschaft in Sachen Landeshaushalt parat: "Weitere Einschnitte sind nicht notwendig, wir schaffen es 2015/16 ohne Nettoneuverschuldung mithilfe von Rücklagen und bisher strengerem Budgetvollzug", so Voves. Die Entscheidung, ob er noch einmal antritt, will er im Herbst bei der Budgeteinbringung treffen. "Dann sollten wir noch einmal ins Volk hineinhören, ob man uns noch will", erklärte Voves im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur, wobei er "Reformpartner" ÖVP-LHStv. Hermann Schützenhöfer gleich einbezog. Nachsatz: "Natürlich werden wir das jeder eigenständig entscheiden. Wir sind natürlich schon noch zwei verschiedene Parteien". Er, Voves, habe unbesehen dieser Entscheidung keine große Sorge, dass der Kurs der "Reformpartschaft" verlassen werde: "Ich glaube, das war eine langfristige strategische Richtungsentscheidung".

Dass die Grundstimmung für die Kommunalwahlen im Frühjahr und die Landtagswahl nicht optimal ist, ist sich Voves bewusst. So wurden SPÖ und ÖVP bei der Nationalratswahl überproportional stark gerupft, bei der EU-Wahl war die SPÖ auf Platz 3 abgerutscht. "Bei den Gemeinderatswahlen werden wir realistischerweise beide verlieren. Dennoch: Die Gemeindestrukturreform war notwendig und wichtig, und sie wird auch von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen. Das eigentliche Zeugnis für die Arbeit in der Landespolitik erhalten wir aber erst bei der Landtagswahl." Der steirischen ÖVP zollt der SPÖ-Landesvorsitzende Respekt: "Da sind couragierte Politiker am Werk."

Spar-Erfolge

Den Umstand, dass der noch offene Konsolidierungsbedarf von 200 Mio. Euro und avisierte weitere Einschnitte vor allem bei den Förderungen kein Thema mehr sind, erklärte Voves zum einen mit Einsparungsvorleistungen in den bisherigen Budgets, einen strengeren Haushaltsvollzug und die Umstellung auf die Doppik (Doppelte Buchführung in Konten, Anm.). Auf diese Weise seien vom Landtag genehmigte Kreditrahmen nicht ausgeschöpft und Rücklagen gebildet worden. Für die Jahre 2015/16 stünden so 500 Mio. Euro zur Verfügung, die jene Lücke schließen helfen sollen, die bis zum vollen Wirksamwerden der Strukturreform da ist. "Immerhin ist es uns gelungen, in viereinhalb Jahren 800 Mio. Euro zu konsolidieren wobei wir unter anderem die Zahl der 7.500 Landesbediensteten durch natürlichen Abgang und Aufnahmestopp um zehn Prozent reduzieren konnten."

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