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Politik Inland
08/07/2019

Vorbild Newsroom: Die pinke Schule 2.0

Wahlkampf: Neos wollen Tablets & WLAN für Schüler. Erster Auftritt von Polit-Quereinsteiger Brandstätter

Die Neos greifen im Wahlkampf auf eines ihrer Kernthemen zurück und stürzen sich auf den Bildungsbereich.

Bei dieser Gelegenheit hatte Politik-Quereinsteiger und  Ex-KURIER-Herausgeber Helmut Brandstätter seinen ersten inhaltlichen Wahlkampf-Auftritt für die Pinken.

Sich sichtlich in der neuen Rolle als Politiker wohlfühlend, forderte Brandstätter einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem 1. Geburtstag bis ins Volksschulalter. Außerdem braucht es nach Ansicht des neuen Neos-Kandidaten einen Ausbau von qualitativ hochwertigen Betreuungseinrichtungen – vor allem in ländlichen Gebieten und über alle Altersklassen hinweg. Hier gäbe es in Österreich großen Nachholbedarf.

Lernen wie im 21. Jahrhundert

Nicht von Brandstätters Seite wich  Neos-Bildungssprecher Douglas Hoyos, der den pinken „Masterplan Digitalisierung“ für Österreichs Schulen vorstellte. Darin enthalten: Tablets für Schüler – im schrittweisen Ausbau, bis alle Schüler versorgt sind. Außerdem wollen die Neos WLAN in allen Schulen einrichten und mehr digitale Lernunterlagen. Brandstätter: „Ich sehe bei der Umsetzung kein Problem. Wenn man einen Newsroom innerhalb einiger Monate digitalisieren kann, warum sollte das nicht auch in Schulen gehen?“
Auch die Lehrpläne wollen die Neos ins 21. Jahrhundert transferieren. Dabei geht es z.B. um das Erlernen einer Programmiersprache  oder um die Auseinandersetzung mit Fake-News und Cybermobbing.

Wer soll das alles bezahlen? Die Neos wollen für die Schul-Digitalisierung 30 Millionen von der jährlichen Schulbuchaktion abzweigen, die pro Jahr 100 Millionen ausmacht.

Von Diana Dauer