Politik | Inland 29.11.2016

Van der Bellens Plan für die ersten Hofburgtage

Van der Bellen skizziert seine Pläne. © Bild: REUTERS/LEONHARD FOEGER

Vier-Punkte-Vorhaben: Vom "Leistungstag" bis zur "Bürgermeisterkonferenz".

Wie wird es Alexander Van der Bellen anlegen, wenn er am 4. Dezember zum Bundespräsidenten gewählt werden sollte? Was hat er konkret vor? Vier Vorhaben liegen ihm besonders am Herzen, teilte er dem KURIER mit.

Arbeitslosigkeit senken

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit müsse "das wichtigste Anliegen sein", sagt der promovierte Volkswirt. "Mein Plan ist es, dass Österreich wieder an die Spitze kommt. Ich will, dass Österreich in sechs Jahren wieder das Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der EU ist." Wie will er das bewerkstelligen? Van der Bellen verweist auf das von Bundeskanzler Christian Kern ausgegebene Ziel, bis 2020 für 200.000 Menschen eine neue Beschäftigung zu schaffen. Sollte Van der Bellen in die Hofburg einziehen, möchte er daher "von der Bundesregierung einen konkreten Plan einfordern, wie sie dieses Ziel erreichen will".

Türöffner sein

Der potenzielle Präsident will "eine Gesprächsoffensive" mit seinen Amtskollegen in der EU starten, "um die Zusammenarbeit zu stärken". Er möchte auch "die Tradition Heinz Fischers als Türöffner für die österreichische Wirtschaft fortsetzen, um Exportaufträge für unsere Unternehmen und damit neue Arbeitsplätze nach Hause zu bringen".

Leistungsträger hervorheben

Menschen, "die ehrenamtlich, in ihren Familien oder beruflich wertvolle Leistungen für die Gemeinschaft erbringen, deren Leistungen aber viel zu wenig Beachtung finden", müssten "ein Signal der Wertschätzung" bekommen. Daher möchte Van der Bellen derartige Leistungsträger einmal im Jahr zu einem "Leistungstag" in die Hofburg einladen.

Enger Kontakt zu Ortschefs

Im Wahlkampf habe er oft zu hören bekommen, "dass die Sorgen der Gemeinden und der ländlichen Regionen überhört werden", schildert der Präsidentschaftsanwärter. Im Falle seiner Wahl will er "einen intensiven Kontakt" mit den Bürgermeistern pflegen. In regelmäßigen Abständen möchte er daher "Bürgermeister-Konferenzen" besuchen, kündigt Van der Bellen an.

( kurier.at ) Erstellt am 29.11.2016