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Politik Inland
06/07/2021

Van der Bellen schenkt Papst eine Ziegenherde für Bedürftige in Burundi

Der Bundespräsident zeigt sich nach seinem Besuch im Vatikan tief beeindruckt: „Papst Franziskus wird in die Geschichte eingehen.“

von Daniela Kittner

Die erste Station auf seiner zweitägigen Italienreise führte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in den Vatikan. Er wurde bei der Audienz von den Ministerinnen Karoline Edtstadler und Leonore Gewessler sowie Ehefrau Doris Schmidauer begleitet. Beim anschließenden Pressebriefing auf den Petersplatz schwärmte Van der Bellen vom Papst: „Ich bin von ihm ungemein beeindruckt. Er wird in die Geschichte eingehen.“
 

Van der Bellen bezieht sich auf die Enzykliken „Laudato si“ und „Tutti Fratelli“, Die eine ist ein Aufruf zu Klimaschutz, die andere zu Solidarität mit Bedürftigen und Flüchtlingen. Diese beiden Themen seien auch bei der Audienz zur Sprache gekommen. Auch dass der Papst mit Reisen wie jene in den Irak versuche, den Interreligiösen Dialog zu fördern und so zum Weltfrieden beizutragen, hält Van der Bellen für „ungemein wichtig“.

Van der Bellen berichtet, dass der Vatikan die Vorgänge in allen EU-Ländern „sehr genau beobachtet, so auch in Österreich“. Der Versuch seitens der ÖVP, Druck auf die Bischofskonferenz auszuüben, sei aber kein Thema gewesen.

Als Geschenk wählten Van der Bellen und seine Frau einen Vorschlag aus der Caritas-Liste „sinnvolle Geschenke“ aus. Die Wahl fiel auf eine Ziegenherde bestehend aus 20 Stück für Bedürftige in Burundi. „Die Ziegen haben wir natürlich nicht mitgebracht“, sagt Van der Bellen. Aber deren Kauf und Weitergabe in Burundi werde organisiert.

Auch die Ministerinnen zeigten sich vom Papst beeindruckt. „Es war sehr wertschätzend. Er hat sich sehr positiv über die EU-Erweiterung auf dem Westbalkan geäußert“, sagt Edtstadler. „Er ist sehr unterstützend in der Klimapolitik“, berichtet Gewessler.

Staatbesuch bei Mattarella


Am Montag zu Mittag stand ein Staatsbesuch beim italienischen Präsidenten Sergio Mattarella auf dem Programm.  Zweck der Rom-Reise ist vor allem die Wiederaufnahme der direkten Kontakte mit den Nachbarländern. Vergangene Woche war Van der Bellen in Berlin bei Frank-Walter Steinmeier. Nach der Rückkehr aus Italien wird er den tschechischen Präsidenten Milos Zeman in Wien empfangen.

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