Politik | Inland
08.10.2018

Van der Bellen: "Es darf keine Teilung Europas geben"

Der Bundespräsident verteidigt die Europäische Union „als Raum der Freiheit, des Rechts und der Sicherheit“

Ein Präsidenten-Gipfel findet am Dienstag aus Anlass des 80. Geburtstages des ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer in Wien statt.

Gastgeber Alexander Van der Bellen hat den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, den slowakischen Präsidenten Andrej Kiska, die ehemaligen Bundespräsidenten aus Deutschland, Horst Köhler und Joachim Gauck, sowie Luxemburgs Außen- und Migrationsminister Jean Asselborn zu einem Abendessen in die Hofburg eingeladen.

Bevor Fischers runder Geburtstag gebührend gefeiert wird, diskutieren Van der Bellen, Steinmeier und Kiska an der Wirtschaftsuniversität Wien mit Studenten über „Die Zukunft Europas“.

Kampf gegen EU-Skepsis

Dabei will der österreichische Bundespräsident der herrschenden Europaskepsis ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa entgegensetzen.

Gerade im Gedenkjahr will Van der Bellen daran erinnern, dass Europa „ein Friedensprojekt ist, dass die Trennlinien des Kontinents überwunden hat. Es darf keine Teilung Europas in Nord-Süd oder Ost-West geben“, lautet die Botschaft des Staatsoberhauptes.

In einer Zeit, in der wieder Kontrollen an Binnengrenzen stattfinden, Zäune errichtet und mentale Mauern hochgezogen werden, verteidigt Van der Bellen Europa als einen Raum der Freiheit, des Rechtes und der Sicherheit. „Gerade für junge Menschen ist Europa ein Raum der Freiheit geworden. Sie können problemlos in anderen EU-Staaten studieren und arbeiten“, sagt Van der Bellen.

Ausdrücklich warnte er vor einer Rückkehr zum „Nationalstaaten-System“. Die weltpolitische Situation sei alles andere als einfach, umso mehr müsse Europa zusammenstehen.