Strache mit Charmeoffensive in Israel

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
Vor einer möglichen Regierungsbeteiligung will der FPÖ-Chef für gute Stimmung sorgen.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist nach einem Bericht der Presse gemeinsam mit den blauen Vizelandeshauptmännern Manfred Haimbuchner und Hans Tschürtz nach Israel gereist. Sie flogen mit einer ElAl-Maschine Richtung Tel Aviv. In Israel wollen die Blauen um bessere Beziehungen zur dortigen Regierung werben, berichtet das Blatt. Auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll besucht werden. Eingefädelt hat den Besuch demnach der jüdische FPÖ-Stadtrat David Lasar. Hintergrund ist die Skepsis in Israel gegenüber der FPÖ. Aus Protest gegen den Regierungseintritt der Freiheitlichen unter Jörg Haider hatte Israel von 2000 bis 2004 seinen Botschafter aus Wien abgezogen. Wie andere Rechtsparteien in Europa bemühte sich Parteichef Strache in den vergangenen Jahren aber um eine Annäherung.

So reiste Strache etwa in den vergangenen Jahren mehrfach nach Israel. Auch bekundete die FPÖ immer wieder ihre Unterstützung für das Vorgehen der israelischen Regierung in den Palästinensergebieten. Zuletzt besuchte FP-Politiker Lasar nach Angaben der israelische Zeitung "Jerusalem Post" im Jänner Israel und traf sich mit Parlamentariern der rechten Regierungspartei Likud von Premier Benjamin Netanyahu. Das Blatt berichtete damals, man wolle für den Fall einer erneuten Regierungsbeteiligung der FPÖ Kanäle öffnen.

Wen Strache nun bei der kolportierten Visite in Israel treffen will, blieb zunächst unklar. Auf Anfrage der APA war der Sprecher Straches am Montagabend nicht zu erreichen. Nach Angaben der "Presse" macht die FPÖ ein "großes Geheimnis" um den Besuch. Allerdings meldete das Blatt, nach seinen Informationen sei das Bemühen Straches um ein Treffen mit Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträgers Shimon Peres nach Abraten des israelischen Außenministeriums gescheitert.

Kommentare