SPÖ verzögert Energiegesetze: Springt jetzt die FPÖ ein?

SPÖ verzögert Energiegesetze: Springt jetzt die FPÖ ein?
Stimmen SPÖ oder FPÖ nicht für Energieeffizienz, droht Österreich EU-Strafe. Gebäudeheizungen spalten indes ÖVP und Grüne.

SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hat klargestellt: So lange Türkis-Grün keine preissenkenden Maßnahmen beschließt, wird die SPÖ Regierungsgesetzen nicht mehr zustimmen. Das trifft vor allem die Grünen. Mehrere Energiegesetze, die sie dringend umsetzen wollen, sind Zwei-Drittel-Materie – benötigen also auch Stimmen von SPÖ oder FPÖ.

"Wird uns teuer zu stehen kommen"

Vor allem beim Energieeffizienzgesetz (EEG) drängt die Zeit. Österreich muss es laut einer EU-Richtlinie von 2018 umsetzen, sonst drohen Strafzahlungen von zumindest sieben Millionen Euro. Während die Regierung SPÖ-Anträge dazu seit zwei Jahren vertagt, lehnt SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll die Regierungsvorlage ab. ÖVP und Grüne verstehen das nicht. Man sei auf SPÖ-Forderungen eingegangen – hätte ihr zusätzliche 105 Millionen Euro gegen Energiearmut bis 2030 angeboten. Dabei sei gar nicht klar, wofür die SPÖ das Geld einsetzen würde.

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