Politik | Inland
01.05.2018

Regierung will Arbeit für alle und FPÖ vor allem weiter regieren

1. Mai aus VP-FP-Sicht: Kurz besuchte Pflegeeinrichtung und präsentierte Plan für mehr Jobs. Strache sprach in Linz zu Fans

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat den 1. Mai zum Anlass genommen, eine Pflegeeinrichtung in Wien-Ottakring zu besuchen.

Eineinhalb Stunden reservierte sich der ÖVP-Chef, um sich mit dem Leiter der Einrichtung auszutauschen und bei einem Rundgang Smalltalk mit Bewohnern und Betreuern zu pflegen.

Das „Haus der Barmherzigkeit“ zählt zu Österreichs größten privaten Pflegeeinrichtungen mit rund 400 Beschäftigten. Etliche davon waren auch am „Tag der Arbeit“ im Einsatz und wurden von Kurz mit Knabbereien wie Marillen-Kernen versorgt. Das Personal zeigte sich von seiner Arbeit in der Einrichtung und auch vom Kanzler durchaus angetan. Gruppen-Fotos mit dem routiniert lächelnden ÖVP-Chef wurden in allen Stationen geschossen. Einzelne Pflegerinnen drehten mit ihren Handys Erinnerungsvideos.

Der fesche Kanzler

Noch besser kam Kurz bei den Bewohnern an. Nicht nur eine ältere Dame rühmte, was der Kanzler doch für ein fescher Mann sei. Der beantwortete Komplimente dieser Art mit kleinen Scherzchen und hatte auch sonst wenig Mühe, Gesprächsthemen zu finden. Vor allem mit Bewohnern aus seinem Heimatbezirk Meidling fiel der Austausch leicht.

An anderer Stelle, nämlich in der Kronen Zeitung, hat Kurz – auch im Namen von Heinz-Christian Strache – einen Aktionsplan für Vollbeschäftigung platziert. Dieser Plan umfasst sieben bekannte Punkte für mehr Jobs in Österreich – von der Steuerentlastung, über mehr Qualifikation bis hin zur AMS-Reform. Kurz: „Alle Menschen sollen Arbeit haben und so entlohnt werden, dass sie davon auch leben können.“ Das sieht klarerweise auch Strache so.

Erstmals trat der FPÖ-Chef als Vizekanzler an einem 1. Mai vor seine mehr als 5000 Fans im Europazelt des Linzer Urfahranermarkts. Arbeiter in Schutzhelm und Blaumann mit Fahnen, auf denen „Fair.Sozial.Gerecht“ sowie „Echte Fachkräfte. Echte Patrioten“ standen, folgten dem in Tracht gewandetem Trio – Strache, Ehefrau Philippa sowie OÖ-Landeshauptmann-Vize Manfred Haimbuchner – bis zur Bühne.

Dort forderte Strache einmal mehr ein Verbot des politischen Islam. Er untermauerte Standpunkte wie „keine Zuwanderung ins Sozialsystem“ und betonte: „Wir werden so gute Arbeit leisten, dass wir für mindestens zwei Perioden in der Regierung bleiben.“