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Wahlkampf

ÖVP will mit Migranten und Frauen punkten

Obmann Spindelegger präsentiert die Bundeskandidaten für den Nationalrat.

von Karin Leitner

06/21/2013, 06:00 AM

Der Wahlkampf hat längst begonnen. Nun rüsten sich die Parteien auch formal für den 29. September. Die ÖVP-Granden segnen heute im Parteivorstand die Nationalratskandidaten der Bundesliste ab; 20 sind es. Ein Routine-Akt. Obmann Michael Spindelegger hat die Liste vorab mit den Länder- und Bündeoberen akkordiert.

Die ersten sechs Plätze hat er besetzt. Nummer 1 ist der Vizekanzler und Außenminister selbst. Auf Rang zwei steht Michaela Steinacker. Die gebürtige Wienerin war einst Sekretärin von Ministerin Marlies Flemming, hernach Chefin des ÖBB-Immobilienmanagements; bis vor Kurzem war sie im Raiffeisen-Vorstand. Hinter ihr gereiht ist Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Nummer 4 ist eine Frau, deren Name erst heute preisgegeben wird. Nummer 5 und Nummer 6 sind Quereinsteiger.

ORF-Moderatoren à la Armin Assinger oder Promis wie Patrick Ortlieb (der Sportler kandidierte ehemals für die FPÖ – und floppte) seien es nicht, heißt es. Von „coolen Leuten, die im Leben etwas erreicht haben“, ist die Rede. Und von „Jungen“. Einer von denen ist Asdin El Habbassi, 26-jähriger Salzburger JVP-Chef mit muslimischem Hintergrund und Vize von Bundes-JVP-Chef Kurz. Wegen des demografischen Wandels in den kommenden Jahren würden „neue Österreicher wie El Habbassi wahlentscheidend“, sagt ein ÖVP-Stratege. „Das macht die Sache auch bunter.“

Bei der Wahl 2008 sind acht der insgesamt 51 Mandatare über die Bundesliste in das Hohe Haus gekommen. Nun geht man von zumindest zehn aus. Regiert die ÖVP wieder mit (wovon sie ausgeht, sie will ja den Kanzler stellen), gehen die Mandate von Spindelegger und Kurz, der Minister werden soll, an Nachrücker.

Bei der Bundeswahlbehörde müssen die Bundeslisten spätestens am 12. August einlangen, die Landeslisten bei den Landesbehörden am 2. August. Auf jener der Steiermark ist auch einer aus der Kurz-Partie: der 24-jährige Lukas Schnitzer rangiert auf Platz vier; ein Sitz im Nationalrat ist ihm damit sicher. Er wäre der jüngste Abgeordnete der ÖVP im Bund.

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