Politik | Inland
04.06.2018

Neuer Eklat: Waldhäusl spielt Bauern gegen Erntehelfer aus

Bauern sollen bei Verköstigung auf muslimische Erntehelfer Rücksicht nehmen. FPÖ-Landesrat sieht "Affront gegen Schweinbauern".

Der niederösterreichische Landesrat und FPÖ-Politiker Gottfried Waldhäusl schießt einmal mehr gegen Muslime. Diesmal geht es um Erntehelfer. Hintergrund ist, dass die Landwirtschaftskammer – nicht nur in Niederösterreich –  Arbeitskräfte für den schlechtbezahlten Job des Erntehelfers sucht und dabei auch auf Asylberechtigte hofft. Unter diesen befinden sich wiederum viele Muslime.

Den Appell der niederösterreichischen Kammer an die Landwirte, bei der Verpflegung auf Schweinefleisch zu verzichten, nutzt Waldhäusl auf Facebook nun, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Die Bitte der Landwirtschaftskammer sei „ein Affront gegen unsere Schweinebauern“, schreibt Waldhäusl.

Erst vor wenigen Tagen ist Waldhäusl, der wegen des Liederbuch-Skandals und des anschließenden Rücktritts von FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer Landesrat in St. Pölten geworden war, damit aufgefallen, dass er vor „Hunden mit Migrationshintergrund“ warnte. Diese würden „unseren Tieren leider oftmals den Platz in den örtlichen Tierheimen“ wegnehmen, sagte Waldhäusl in den Niederösterreichischen Nachrichten.

Am 22. Mai hatte Waldhäusl außerdem anlässlich des Fastenmonats Ramadan mit dem Spruch „Nichts essen, nichts trinken, nichts lernen“ seinem Ärger über muslimische Jugendliche Luft gemacht.