Politik | Inland
27.02.2015

Neue Panne: Stellungstermin während Zentralmatura

Musterung oder doch Matura? Fehlende Koordination zwischen Ministerien erzürnt Schüler und die FPÖ.

Noch weniger Koordination ist gar nicht vorstellbar“, ärgert sich FP-Generalsekretär Herbert Kickl: In die Liste der Pannen um die neue Zentralmatura reiht sich nämlich eine weitere – offenbar haben Unterrichts- und Verteidigungsministerium ihre Termine nicht besonders gut abgestimmt, wie das Ö1-Morgenjournal berichtet. Einige Maturanten sind nämlich vom Bundesheer genau zu jenem Zeitpunkt zur Stellung geladen worden, an dem sie eigentlich ihre Reifeprüfung ablegen sollten. Außer in der Steiermark sind in allen Bundesländern Maturanten betroffen.

Das Verteidigungsministerium beruhigt : Man reagiere „extrem flexibel“ auf Kollisionen mit Prüfungsterminen. Eine Verschiebung des Stellungstermins sei immer möglich. Dann aber, so kritisiert wiederum die FPÖ, könnte sich auch der Einrückungstermin unangenehm nach hinten verschieben – was ein ziemlicher Eingriff in die Lebensplanung der Maturanten sei.

Schadensbegrenzung gefordert

Das sieht auch Bundesschulsprecher Lukas Faymann so - er fordert Schadensbegrenzung. Den Maturanten dürfe kein Schaden durch eine Verschiebung des Stellungstermins entstehen: "Es ist mir ein Rätsel, wie so etwas passieren kann. Damit wurde auf uns Schülerinnen und Schüler wieder einmal keine Rücksicht genommen. Die Verschiebung fordert ohnehin kostbare Zeit und Nerven in der Maturavorbereitung", so Faymann. "Sollten Maturanten ihren Stellungstermin nach hinten verschieben müssen, so muss es ihnen trotzdem möglich sein, zum nächstmöglichen Termin einzurücken."