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Politik Inland
08/25/2021

Nach drei mühsamen Covid-Semestern: FHs und Unis öffnen ihre Hörsäle wieder

Universitäten und Fachhochschulen wollen wieder in den Präsenzbetrieb. Das "distance learning" verschwindet aber nicht ganz vom Studienplan.

Seit Ausbruch der Pandemie waren Studierende der Universitäten und Fachhochschulen in Österreich weitgehend in Distanzlehre. Das ist immerhin eineinhalb Jahre her, das sind drei Semester. Das vierte rückt näher - und soll laut Recherchen von ORF.at an den meisten Hochschulstandorten wieder in Präsenz ablaufen. Aber nicht an allen Hochschulen gibt es diese Rückkehr. Der Autonomiestatus ermöglicht es den Hochschulen, organisatorisch individuelle Wege zu gehen.

Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) setzt auf Präsenzlehre, plant für kommendes Semester aber, noch fünf Prozent der Lehrveranstaltungen durch „distance learning“ abzuhalten.

Die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) peilt ab Oktober wieder einen vollen Präsenzbetrieb an.

Von „so viel Präsenz wie möglich“ ist bei den Unis Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt die Rede.


 

Viele Fachhochschulen schwenken auch wieder auf Präsenzunterricht. Die FH Wien der Wirtschaftskammer plant 70 Prozent der Lehrveranstaltungen vor Ort durchzuführen.

Die FH Oberösterreich führt im Oktober den „regulären Betrieb“ ein.

Auch die FH Joanneum in Graz priorisiert Präsenz fürs kommende Semester.

Das Infektionsgeschehen im Herbst kann sich auf die Ausgestaltung des kommenden Semesters auswirken. Details lassen sich also noch nicht fixieren. 

Unterschiedliche Kontrollen

Wie bereits an vielen Orten gefordert, soll die 3G-Regel auch für den Unibesuch verpflichtend sein. Das im Juli erneuerte 2. Covid-19-Hochschulgesetz gibt den Unis und FHs die rechtliche Grundlage, einen „Nachweis über eine lediglich geringe epidemiologische Gefahr“ im Wintersemester 2021/22 einzufordern. Darüber hinaus dürfen die Hochschulen weitere epidemiologische Vorkehrungen treffen, etwa eine generelle Maskenpflicht an Uni- und FH-Standorten.

Studierende der FH Oberösterreich werden einen QR-Code des 3G-Nachweises online einscannen, um zu ihren Kursen zu gelangen.

Anders gestaltet die Uni Graz die Kontrolle - vor Hörsälen und Seminarräumen soll der Nachweis erbracht werden. 

Die FH St. Pölten kontrolliert vor den Gebäudeeingängen.

Checkpoints will die JKU Linz einrichten, an denen Studierende nach dem 3G-Nachweis Armbänder bekommen.

Die Universität Salzburg zweifelt bereits an einer lückenlosen Kontrolle aufgrund der vielen Standorte.

ÖH: "Lippenbekenntnisse reichen nicht"

„Bis dato wurden kaum Informationen - weder an die ÖH noch an die Studierenden - weitergegeben, wie der Semesterstart tatsächlich ablaufen soll“, erklärt die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) gegenüber ORF.at. Und weiter: „Lippenbekenntnisse sind nach eineinhalb Jahren Pandemie zu wenig“. Konkret fordert sie ein „Sicherheitskonzept, das nicht auf gesundheitliche und soziale Aspekte vergisst“.

Die Hochschulen weisen den Vorwurf mangelnder Kommunikation zurück. Es habe eMail-Aussendungen, und Informationen auf Websites gegeben.

Digitalisierung bleibt

"Distance learning" soll im kommenden Semester und darüber hinaus weiterhin möglich sein, heißt es auf Kurier-Anfrage von der ÖH. Besonders berufstätige Studierende würden davon profitieren. Den Wunsch, Vorteile der Distanzlehre beizubehalten, erkennt die ÖH auch auf seiten der Unis und FHs. Wie weit digitale Lehrangebote aufrecht bleiben, ist jedoch bislang offen.

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