Franz Vranitzky

© Kurier / Gerhard Deutsch

Politik von innen
03/02/2020

Mitgliederbefragung: Vranitzky unterstützt Rendi-Wagner

Der frühere SPÖ-Chef hält die Mitgliederbefragung für verzichtbar, will aber daran teilnehmen und Rendi-Wagner wählen.

von Christian Böhmer

"Liebe Pam! Du bist unsere neue Zeit, und wir sind mit Dir! Viel Glück und Freundschaft!"

Es war am Tag vor der Nationalratswahl, da sagte der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky auf offener Bühne und sichtlich gerührt genau das zur neuen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

Seine leicht zitternde Stimme und die feuchten Augen ließen keinen Zweifel offen: Der frühere SPÖ-Chef war angetan von der ersten Frau an der Parteispitze, er fand sie sympathisch, authentisch, erfrischend.

Einige Monate später ist die Lage eine andere.

Franz Vranitzky gehört noch immer zu den Unterstützern Rendi-Wagners. Doch der Alt-Kanzler ist mittlerweile einer der wenigen. Und selbst er, der so gar nicht im Verdacht steht, Rendi-Wagner Übles zu wollen, kritisiert, dass die SPÖ-Chefin die am 4. März startende Mitgliederbefragung nun kurzerhand dafür nutzt, auch über sich selbst als Parteichefin abzustimmen.

"Ich verhehle nicht, dass ich kein großer Freund dieser Art von Mitgliederbefragungen bin", sagt Vranitzky zum KURIER.

So weit wie andere Spitzenfunktionäre, die der Parteichefin bereits öffentlich das Misstrauen ausgesprochen haben bzw. nicht für sie rennen wollen, geht Vranitzky aber noch nicht.

"Wenn es gilt, dann werde ich an der Befragung teilnehmen", sagt er. Und weil Pamela Rendi-Wagner "mit fast 100 Prozent in Wels gewählt worden ist", sei sie die Vorsitzende. "Und ich werde ihr meine Stimme geben."

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