Oster-Gottesdienst (Archiv-Bild)

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Politik Inland
04/23/2020

Ab 15. Mai dürfen wieder 120 Gläubige in den Stephansdom

Abstand und viel weniger Gläubige: Kultusministerin Raab und Kardinal Schönborn präsentierten den Öffnungsplan für die Kirchen

von Michael Bachner

Der Mund-Nasen-Schutz, ein Abstand von mindestens einem Meter zum nächsten Gläubigen (wenn man nicht zusammen lebt) und andere Vorschriften gilt es zu beachten, wenn ab 15. Mai die Kirchen in Österreich schrittweise wieder öffnen.

Dazu gehört vor allem auch die Einschränkung, dass pro Gläubigem 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen. Es werden also weitaus weniger Gläubige als vor der Corona-Krise gleichzeitig in einer Kirche sein können.

120 im Stephansdom, 200 im Linzer Dom

Für den Stephansdom bedeutet der Sicherheitsabstand und die Vorschrift der 20 Quadratmeter, dass cirka 120 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen werden können, schätzt Kardinal Christoph Schönborn. In Linz, mit der größten Kirche Österreichs, könnten dann bis zu 200 Menschen an einem Gottesdienst teilnehmen. In kleinen Kirchen werden es vielleicht nur vier Personen sein können.

Wo der Platz in den Kirchen zu beengt ist, wird die Übertragung der Gottesdienste via Livestream künftig bestimmt sehr viel intensiver genutzt werden, ist Schönborn überzeugt.

Wie die Platzvergabe aber konkret durchgeführt wird, etwa mit Voranmeldungen, ist noch nicht fixiert. Dafür werden die Richtlinien kirchenintern erst erarbeitet.

Viel Kreativität nötig

Den Fahrplan und diese Verhaltensvorschriften für die Gottesdienste präsentierte der Kardinal am Donnerstag gemeinsam mit Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP). Schönborn sprach dabei, wie zuvor intern vereinbart - für alle 16 anerkannte Religionsgemeinschaften in Österreich.

Für die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen in den einzelnen Glaubensgemeinschaft brauche es noch einmal viel Kreativität, erinnerte der Kardinal. Etwa sollen Einlasskontrollen und Sicherheitsdienste eingerichtet werden.

Sehr beschränkte Gottesdienste

Diese "sehr beschränkte Form" von Gottesdiensten wird es auf Dauer nicht bleiben können, so Schönborn. Aber es werde noch eine Zeit lang dauern, bis wieder Normalität im religiösen Leben der Menschen eingekehrt sein wird.

"Alle eint ein Ziel, der Schutz des Lebens, der Schutz der Risikogruppen", so Raab. "Es geht um den Schutz des Nächsten, den Kern der Nächstenliebe", sagt Schönborn.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehört auch, dass derzeit die Weihwasserbecken nicht gefüllt werden.

Lockerungen auch bei Begräbnissen

Was Hochzeiten und Begräbnisse angeht, werde es auch schrittweise Lockerungen geben, über die in den nächsten Wochen entschieden werden wird. Konkret ist das aber noch nicht fixiert worden, sagte Raab.

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