Politik | Inland
01.12.2016

Live-Ticker: Das letzte Duell vor der Wahl

Am Donnerstag findet auf ORF2 das letzte TV-Duell vor der Stichwahl am Sonntag statt. Kurier.at tickert live.

Es war ein aggressives und oft unschönes Duell zwischen den beiden Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen. Es war das siebte und letzte vor dem (hoffentlich) finalen Wahlgang am Sonntag. Fast alle Fragen haben die Kandidaten in dem langen Wahlkampf mindestens einmal beantwortet. Vielleicht war es deshalb eine teils äußerst unprofessionelle Vorstellung der Kandidaten.

Eine Zusammenfassung finden Sie in Kürze auf kurier.at.

Live-Ticker: Das letzte Duell vor der Wahl

  • 20:55

    Diese Verabschiedung von Ingrid Thurnher haben wir alle hier im KURIER Newsroom sehnlich erwartet.

    Wir verabschieden uns ebenso und harren gespannt der letzten Tage bis zum (hoffentlich) endgültigen Wahlergebnis.

    Guten Abend!

  • 20:54

    Eine allerletzte Frage an Norbert Hofer: "Ab kommenden Montag werde ich Herrn Van der Bellen ..."

    Hofer: "...hoffentlich ab und zu wieder einmal sehen."

  • 20:54

    Van der Bellen denkt, er wird Hofer wieder treffen.

  • 20:50

    Absolut, sagt Van der Bellen, er wird aktiv in den Sozialen Medien bleiben.

  • 20:50

    Hofer möchte nichts an der österreichischen Gedenkkultur ändern.

    Van der Bellen erinnert ihn an den 8. Mai 1945, und meint, dass dieser Tag (Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht) noch nie ein großer Feiertag für die FPÖ gewesen sein soll.

    Hofer schaut Van der Bellen verständnislos an, und sagt, zu diesem Zeitpunkt sei Österreich noch nicht richtig frei gewesen. Er feiere lieber den 15. Mai 1955 (Unterzeichnung des Staatsvertrags).

     

  • 20:46

    Föderalismus ist für Van der Bellen etwas, was wichtig ist.

    Und Bürgerlich? 

    "Das bedeuet, man hat gewisse Manieren, strebt mit Arbeit danach, etwas zu verdienen. Ich halte mich für relativ bürgerlich, aber es gibt sicher Menschen, die das anders sehen."

     

  • 20:48

    Zur Elite gehört ...

    Hofer vervollständigt: "... wer glaubt, zur Elite zu gehören".

    Er fahre mit dem Rasenmäher durch den Garten und mit dem Maxi-Moped durch Pinkafeld (Bgld.), das sei nicht besonders elitär.

  • 20:47

    Die Sozialpartnerschaft ist ...

    Hofer: " ... hat viel geleistet. Sollte aber erneutert werden."

  • 20:45

    Hofer meint, er habe keine "Wunschregierung". Die stärkste Partei werde beauftragt, die Regierungsverhandlungen zu führen. Er wünsche sich als Präsident eine stabile Mehrheit.

    "Der Wähler hat immer Recht"

  • 20:44

    Van der Bellen: "Ich bin ein glühender Österreicher. Und ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um eine pro-europäische Bundesregierung zu installieren."

    "Und ich weigere mich vorläufig zu glauben, dass die Wähler eine FPÖ regierte Bundesregierung wollen."

     

  • 20:43

    Die Gretchenfrage: Unter welchen Umständen Hofer die Regierung entlassen würde - Thurnher fragt: Würde er diesen Senf wieder zurück in die Tube drücken wollen?

    Hofer meint, er habe einmal gesagt, er würde eine Regierung entlassen, wenn sie zum Beispiel die Todesstrafe wieder einführen wollte. Damit will Hofer den Kreis zur Todesstrafen-Debatte von heute schließen.

    Er stehe zu der Aussage, er hätte die Regierung bereits im Vorjahr entlassen, wäre er bereits Bundespräsident gewesen

  • 20:41

    Van der Bellen: "Unabhängigkeit ist beim Bundespräsidenten besonders wichtig, er muss zudem parteiübergreifend tätig werden. Das ist ein Punkt für mich - im Gegensatz zu Herrn Hofer. Der Bundespräsident soll sich nachvollziehbar an Werten orientieren: Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, eine liberale Demokratie. Auch an die weniger erfolgreichen denken.

    Und vor allem niemand, der seine Macht, exzessiv ausnützt. Herr Hofer hätte im Herbst 2015 die Bundesregierung entlassen, das hat er mehrfach gesagt. Das war der Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Da hätten wir zu dem ganzen Drama auch noch keine Regierung gehabt."

  • 20:40

    "Alles zurück auf Anfang", sagt Thurnher. "Was sind für Sie die wichtigsten Kompetenzen des Bundespräsidenten?"

    Hofers letzte eineinhalb Minuten:

    Er stellt sich die Frage: "Was kann ein Präsident, was darf er? Wir müssen uns darüber Gedanken machen, warum es politische Krisen gibt". Die Politker hätten verlernt zuzuhören. "Sie haben das Band zu den Menschen verloren. Diese Bereitschaft zuzuhören und zu arbeiten, das müsse der Bundespräsident mitbringen", meint Hofer

    "Er kann natürlich keine Ersatzregierung sein". Wichtig sei ihm die Funktion als Schnittstelle zwischen Rechnungshof und Regierung, "damit wir endlich Steuern senken können."

  • 20:37

    Erinnerungen an Heinz Fischer im Einspielfilm. Viele vermissen ihn jetzt schon.

  • 20:34

    Rote Linie für Van der Bellen?

    "Die sexistischen Übergriffe und Untergriffe von Trump sind inakzeptabel."

  • 20:32

    Das König-Abdullah-Dialogzentrum?

    Hofer: "Sofort schließen"

    Van der Bellen sieht dieses saudiarabische Zentrum des interreligiösen Dialogs ebenfalls skeptisch. Aber es müsse doch berechtigte Gründe geben, dass es immer noch existiert.

  • 20:33

    Van der Bellen würde das Abdullah-Zentrum in Wien nicht besuchen. "Mir ist aufgefallen, dass Heinz Fischer sich in dieser Frage immer zurück gehalten hat."

  • 20:31

    "Der Dalai Lama ist ein sehr entspannter Mensch", sagt Hofer.

    Diese Debatte sollte ein bisschen mehr Dalai Lama sein.

  • 20:29

    Die Sanktionen gegen Russland hätten die Beziehungen in eine Sackgasse geführt, aus der man nur mit diplomatischem Geschick wieder herauskomme.

    Ausnahmsweise sei man sich in diesem Punkt einmal sehr nahe, sagt Van der Bellen. Man nimmt es bei dieser hitzigen Debatte erfreut zur Kenntnis.

  • 20:27

    Thurnher stellt die Frage, was höher zu gewichten sei: Wirtschaftlicher Erfolg oder moralische Werte? Würde Hofer also zu Erdogan reisen, wenn es um österreichische Jobs geht?

    Hofer: Man müsse doch Haltung zeigen, so lange es diese menschenrechtlichen Vergehen in der Türkei gebe.