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schulreform
06/12/2013

Lehrerausbildung Neu fix, Gehaltspoker offen

Regierung.SPÖ will von ÖVP Zusicherung, dass Pädagogen ab 2019 auch einheitlich bezahlt werden.

von Maria Kern

Donnerstagnachmittag treffen Regierungsvertreter und Gewerkschafter zum 28. Mal aufeinander, um über ein neues Lehrerdienstrecht zu verhandeln. Ziel ist bekanntlich, noch vor der Nationalratswahl im Herbst eine Einigung zustande zu bringen. Bei der neuen Lehrerausbildung ist das immerhin gelungen. Sie wurde gestern im Nationalrat beschlossen.

Die wichtigsten Änderungen: Künftig müssen alle angehenden Lehrer einen Aufnahmetest machen. Derzeit gibt es einen solchen nur an den Pädagogischen Hochschulen (PH), an den Unis gibt es kein derartiges Zulassungsverfahren.

Überdies dauert die Ausbildung in Zukunft mindestens fünf Jahre – an PHs und Universitäten. Die Studenten müssen ein vierjähriges Bachelor-Studium sowie ein ein- bis eineinhalbjähriges Master-Studium absolvieren.

Zudem ist ein Praxis-Jahr vorgesehen, das dem Turnus bei den Medizinern ähnelt. Dabei werden die Studenten von Mentoren begleitet. Die Praxis kann man sich während des Master-Studiums aneignen – oder danach. Eine Fixanstellung gibt es nur mit „Master“-Abschluss. Ab 2014/’15 werden die ersten Studiengänge nach dem neuen System starten.

Beim Dienstrecht muss die Regierung noch eine einheitliche Linie finden. Bekanntlich will die ÖVP nun vorerst die unterschiedliche Bezahlung von Pflichtschul- und AHS-/BHS-Lehrern aufrechterhalten (nur die Präsenzzeit an Schulen soll für alle erhöht werden). Eine einheitliche Entlohnung soll es erst ab 2019 geben – wenn die ersten Lehrer die fünfjährige Ausbildung abgeschlossen haben. Die SPÖ könnte das zähneknirschend akzeptieren, will aber von der ÖVP vor der Wahl die Zusicherung, dass der Plan 2019 auch tatsächlich umgesetzt wird.

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