Politik | Inland
24.08.2017

Kurz weist Rassismus-Vorwurf aus Türkei zurück

Außenminister beklagt "ständige Einmischungen" Ankaras in innere Angelegenheiten Österreichs und Deutschlands.

Er sei ein "Symbol einer flüchtlingsfeindlichen und rassistischen Politik", twitterte der türkische Europaministers Ömer Celik gestern Richtung Außenminister Sebastian Kurz - und lieferte damit das nächste Kapitel in der verbalen Fehde zwischen Ankara, Berlin und Wien.

Heute reagierte Außenminister Sebastian Kurz ( ÖVP) auf die Aussagen Celiks. Sie seien "inakzeptabel", erklärte Kurz in einer schriftlichen Reaktion gegenüber der APA am Donnerstag.

Für den Außenminister sind die Wortmeldungen Celiks ein weiteres Beispiel "ständiger Einmischungen" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seiner Minister in innere Angelegenheiten anderer Staaten, "insbesondere Österreich und Deutschland". Celik hatte auch den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel kritisiert: Gabriel rede wie ein "Rassist" und "Rechtsextremer".

"Die türkische Regierung versucht laufend, die türkischstämmigen Communities in der EU zu instrumentalisieren, zu polarisieren und sie trägt Konflikte aus der Türkei in die EU hinein", beklagte Kurz, der seinerseits den Kurs Erdogans in der Stellungnahme - wie davor schon gegenüber der deutschen Zeitung Die Welt - kritisierte: "Präsident Erdogan entwickelt die Türkei in eine falsche und gefährliche Richtung. Sein Umgang mit Kritikern, Andersdenkenden und Minderheiten ist absolut inakzeptabel." Einmal mehr forderte Kurz den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara.