Politik | Inland
18.01.2018

Kurz beendet Berlin-Besuch mit Visite bei Steinmeier

In ihrer Funktion als Außenminister ihrer Länder waren Kurz und Steinmeier in der Vergangenheit schon öfter zusammengekommen.

Zum Abschluss seines Berlin-Besuchs ist Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstagvormittag im Stadtteil Tiergarten von Frank-Walter Steinmeier empfangen worden. Der 62-jährige deutsche Bundespräsident begrüßte den ungefähr halb so alten Regierungschef aus Österreich in Schloss Bellevue, dem Amtssitz des deutschen Staatsoberhaupts.

Steinmeier empfing den Chef der schwarz-blauen Wiener Regierung vor laufenden und klickenden Kameras mit Handschlag. Stellungnahmen gab es aber keine. Der ÖVP-Chef und der aus der Sozialdemokratie ( SPD) stammende Bundespräsident kennen einander durchaus gut, sie waren in der jüngeren Vergangenheit als Außenminister bereits öfters zusammengekommen.

Kurz hatte am Mittwoch in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) getroffen und in zwei Auftritten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD-Talkshow "Maischberger" und "ARD/ZDF-Morgenmagazin") seine rigide Flüchtlingspolitik sowie die Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ verteidigt.

Weiters unterstrich er mehrfach seine Forderung nach einer nach dem Subsidiaritätsprinzip organisierten EU, die den nationalen Mitgliedsstaaten mehr Freiräume lässt. Merkel tendiert hingegen eher zu einer stärkeren Integration der Europäischen Union.