Klimek zu Lockdownende: "Schrittweise Öffnungen sollten schon möglich sein"

Mariahilfer Straße - Lockdown 4
Komplexitätsforscher Peter Klimek erklärt, welche Entwicklungen er in den nächsten Wochen für realistisch hält.

KURIER: Herr Klimek, lässt sich schon sagen, ob der aktuelle Lockdown wirkt?

Peter Klimek: Wir sehen, dass die Wirkung stark genug ist, um momentan zu einer immer deutlicheren Senkung der Inzidenzen zu kommen. In den Bundesländern zeigen sich aber ein paar Unterschiede: Oberösterreich und Salzburg haben den vorläufigen Höhepunkt schon früher erreicht als andere. Die Abflachung (der Infektionskurve, Anm.) ist dort in erster Linie auf die Maßnahmen zurückzuführen, die bereits vor dem Lockdown kamen. Hinzu kommen das erhöhte Risikobewusstsein der Bevölkerung nach den schockierenden Meldungen und – regional beeinflusst – die extrem große Anzahl der bereits Infizierten. Andere Bundesländer hätten ohne Lockdown noch deutlich stärker wachsen können; hier sieht man nun auch, dass es zur Abflachung kommt.

Aber ist die Abflachung stark genug?

So wie es momentan aussieht, sollte es realistisch sein, dass wir gegen Ende des Lockdowns in den Bereich von ein paar 1.000 Neuinfektionen pro Tag kommen könnten, insbesondere wenn wir parallel dazu mit den Boosterimpfungen weiter kommen.

Kommentare