IV-PrĂ€sident Kapsch macht sich fĂŒr bessere Bildung stark. Besonderes wichtig sind ihm die KindergĂ€rten: "Wir mĂŒssen hier in die QualitĂ€t investieren."

© gilbert novy

Industriellenvereinigung
04/09/2014

Kapsch will einen Neustart in der Bildungspolitik

Kapsch fordert daher die Regierung auf, "endlich Reformen anzupacken".

von Ute BrĂŒhl

Bildung und Wissenschaft sind wichtige Zukunftsinvestitionen. "Jeden Euro, den ich dafĂŒr aufwende, bekomme ich achtfach zurĂŒck", sagt Georg Kapsch, PrĂ€sident der Industriellenvereinigung (IV). "Der österreichische Staat investiert nur 27 Prozent in diese Bereiche. Das ist zu wenig."

Das habe Folgen, auch fĂŒr die Wirtschaft: "Wir rutschen international im Bereich Forschung und Entwicklung ab. 2008 waren wir EU-weit noch auf Platz 6, mittlerweile sind wir auf Platz 10. Einst waren wir ,innovation leaders‘ – jetzt sind wir nur Mittelmaß."

Kapsch fordert daher die Regierung auf, "endlich Reformen anzupacken. Wir brauchen einen Neustart in der Bildungspolitik." Auch die IV will ihren Beitrag dazu leisten. Christian Friesl, IV-Bereichsleiter fĂŒr Bildung und Gesellschaft: "Wir werden bis Herbst dieses Jahres konkrete VorschlĂ€ge auf den Tisch legen." Drei Bereiche stehen dabei besonders im Fokus:

ElementarpĂ€dagogik "Leider wird der Kindergarten immer noch aus dem Blickwinkel der Betreuung gesehen. Dabei ist er die wichtigste Bildungseinrichtung", sagt Kapsch. Zentrale Aufgaben des Kindergartens: "Sozialisation, Integration sowie Sprachförderung – auch fĂŒr österreichische Kinder." Nötig seien daher Investitionen in die QualitĂ€t der Einrichtungen sowie eine bessere Ausbildung und Bezahlung der ElementarpĂ€dagogen.

Berufsbildende Schulen In Österreich sitzen drei Viertel einer Alterskohorte in berufsbildenden Schulen. Aufgrund der Demografie gibt es aber immer weniger Menschen, die sich in den MINT-FĂ€chern ausbilden lassen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Friesl will nun das Image der Lehre verbessern und mehr Frauen fĂŒr diese FĂ€cher gewinnen.

TertiĂ€rer Sektor Die IV begrĂŒĂŸt das Vorhaben von Mitterlehner in den Ausbau der Fachhochschulen und UniversitĂ€ten zu investieren. Die zur VerfĂŒgung gestellten Mittel reichen allerdings nicht aus: „Wir benötigen 500 bis 1000 neue FH-PlĂ€tze jĂ€hrlich. DafĂŒr mĂŒsste die Regierung Geld locker machen.“

Lob gibt es von Kapsch fĂŒr Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner: "Ihm ist die Wissenschaft offensichtlich ein Anliegen." Allerdings "hat er zu wenig Mittel zur VerfĂŒgung."

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