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Politik Inland
05/26/2019

JUNOS wollen die linke Mehrheit brechen

Mit Nino Rohrmoser an der Spitze plädieren die JUNOS für "nachgelagerte" Studiengebühren und mehr Digitalisierung.

von Michael Hammerl

Fraktion: Junge liberale NEOS (JUNOS)

Spitzenkandidat: Nino Rohrmoser

Ergebnis der letzten Wahl

Die Liste JUNOS erreichte bei der letzten ÖH Wahl 2017 den 5. Platz mit 12,61 Prozent, was mit 1,42 Prozent mehr als 2015 einem leichten Plus entspricht. Die JUNOS sind als Jugendpartner fester Bestandteil der NEOS.

Wir haben allen Spitzenkandidaten im Vorfeld der ÖH Wahl vier Fragen gestellt. Das sind die Antworten.

Wofür stehen die JUNOS?

Wir JUNOS stehen für eine echte Vertretung, die die Probleme an unseren Hochschulen anpackt und konstruktiv mit dem Ministerium und den anderen Fraktionen in der ÖH verhandelt, um das Beste für alle Studierenden zu erreichen. Wir wollen den Studierenden ihre Vertretung zurückgeben und setzen uns deshalb für Transparenz und Mitbestimmung in der ÖH ein. Vor allem stehen wir aber für Qualität im Studium für alle.

Was sind die drei wichtigsten hochschulpolitischen Forderungen?

  • Ausfinanzierung mit nachgelagerten Studiengebühren: Das heißt, du zahlst einen kleinen Beitrag für mehr Qualität in deinem Studium – aber erst, wenn du mit beiden Beinen im Berufsleben stehst. Das Geld geht direkt an deine Hochschule und du bestimmst, was damit gemacht wird.
     
  • Digitale Hochschule: Wir fordern digitale Lösungen für katastrophale Studienbedingungen. Während Top-Unis weltweit Livestreams und Onlinekurse anbieten, leiden österreichische Studierende unter Technik aus dem vorigen Jahrtausend. Digitalisierung darf kein Luxus für wenige sein, sondern Studienalltag für alle.
     
  • Studieren ohne Grenzen: Das heißt, du gehst deinen Weg, egal, ob du von einem Auslandssemester träumst, einem Masterprogramm quer durch Europa oder einfach von mehr Flexibilität im Lehrplan. Mach‘ dein Studium zu deinem Projekt und die Welt zu deinem Campus.

Was ist Ihnen gesellschaftspolitisch wichtig?

Als gesetzliche Interessenvertretung der Studierenden ist Gesellschaftspolitik keine Aufgabe der ÖH. Die ÖH hat den Auftrag, sich um die Interessen der Studierenden in ihrer Studienrealität zu kümmern, etwa um Rechtsberatung oder die Vertretung der Studierenden in Verhandlungen mit dem Rektorat. Wenn sich die ÖH gesellschaftspolitisch deklariert, verfehlt sie ihren Auftrag und versäumt es, jene Studierenden zu vertreten, die gesellschaftspolitisch anders denken.

Was ist Ihr Ziel für die ÖH-Wahl?

Wir haben vor zwei Jahren mit 12.61 % und 7 Mandaten so viel erreicht, wie nie zuvor. Unser Ziel ist es jetzt die Mehrheit der linken Exekutive zu brechen. Denn nur so können wir den Stillstand der linken Blockadepolitik endlich beenden und die Interessen der Studierenden wieder in den Mittelpunkt rücken. Eine genaue Prozentzahl ist für uns daher zweitrangig.

Wie schaut denn eigentlich so ein Tag im Wahlkampf der ÖH-Kandidaten aus? Um das herauszufinden, haben wir die Kandidaten gebeten, einen Wahlkampftag mit dem Handy für uns zu dokumentieren. Das kam dabei raus: