Investor Pecik bringt Unruhe in die Telekom

APA/HERBERT PFARRHOFERAPA5093744-2 - 02092011 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT WI - Eine Außenansicht der A1 Telekom Austria Zentrale in der Lassalestraße 9 am Freitag, 2. September 2011, in Wien APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
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Die Gerüchteküche brodelt: Kommt ein dritter Vorstand oder nicht? Investorenkreise sagen ja, die ÖIAG nein.

Der neue Großinvestor bei der teilstaatlichen Telekom Austria, Ronny Pecik, will sich aktiv einbringen und soll nach Informationen der Presse einen dritten Vorstand sowie zwei Aufsichtsrats-Posten bekommen. Über die Bühne gehen soll dies bei der Hauptversammlung am 23. Mai.

Doch ganz fix scheint dieses Personalpaket noch nicht zu sein. Offiziell wollte das Unternehmen die neuen Köpfe am Montag Abend weder dementieren noch bestätigen. Georg Donaubauer (44), seit 1999 im Unternehmen, sei als dritter Vorstand vorstellbar, hieß es hingegen aus Investorenkreisen. In der staatlichen Industrieholding ÖIAG, die noch 28,4 Prozent an der Telekom Austria hält, hieß es lediglich: „Da ist nix dran.“

Machtverlust für Ametsreiter

Cisco/APA-OTS/PreissBILD zu OTS - Im Bild v.l.n.r. Georg Donaubauer (mobilkom austria AG), Dr. Achim Kaspar (General Manager, Cisco), Andreas Nemec (BBG-Geschäftsführer), Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner (Vorstand, Verbund - Austrian Power Trading AG) Foto: Cisco/APA-OTS/Preiss Georg Donaubauer

Speziell, was die Frage eines dritten Vorstandes und den damit möglicherweise verbundenen Machtverlust für die amtierenden Vorstände Hannes Ametsreiter und Hans Tschuden angeht, ist die Nervosität spürbar groß.

Das hängt auch mit dem Korruptions-U-Ausschuss zusammen. Dort wird am Dienstag die Manipulation des Aktienkurses im Jahr 2004 behandelt. Die Telekom hielt dazu fest, die Rückforderungen seien im Laufen. 2004 hatten rund 100 Manager ein Bonusprogramm von 9 Mio. Euro erhalten, da der Kurs der Aktie im allerletzten Moment noch einen Sprung hinlegte.

(KURIER) Erstellt am
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