Politik | Inland
22.03.2018

Integrationsklassen an Sonderschulen: Petition an Sobotka

Alle fünf Nationalratsparteien unterzeichnen eine Petition: Auch nicht-behinderte Kinder sollen Sonderschulen besuchen dürfen.

Die Bildungsdebatte um die drohende Schließung von Integrationsklassen an Sonderschulen in Oberösterreich erreicht den Nationalrat. Heute wird eine Petition, die Abgeordnete von ÖVP, FPÖ, SPÖ, NEOS und Liste Pilz unterschrieben haben, an Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) übergeben.

Forderung: Sonderschulen sollen – auch abseits von Schulversuchen – Kinder aufnehmen dürfen, die keine besonderen Lernschwierigkeiten bzw. Förderbedarf haben. Die Petition geht von einer Elterninitiative um Barbara Hofer, einer engagierten Mutter aus Oberösterreich, aus. Hofer setzt sich dafür ein, dass ihr schwer beeinträchtigter Sohn mit seinen unbeeinträchtigten Geschwistern in dieselbe Schule gehen kann. Die Elterninitiative vertritt hunderte von Eltern von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung.

Hofer hofft auf eine Regierungsvorlage als nächsten Schritt. Sie appelliert Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP): „Legen sie eine Regierungsvorlage auf den Tisch, um die Integrationsklassen in das Regelschulwesen zu überführen! Alle Nationalratsparteien haben sich heute dafür ausgesprochen.“

Durch eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes sind aktuell elf sogenannte Integrationsklassen – mit Kindern mit und ohne speziellen Förderbedarf – in Oberösterreich von der Schließung bedroht.