Innenminister – oder die ewige Gratwanderung

Innenminister – oder die ewige Gratwanderung
Ehemalige Innenminister über die Schattenseiten des Amtes. Und: Ex-SPÖ-Innenminister Karl Schlögl zeigt Verständnis für die Abschiebung der drei Kinder.

Es ist ein Job, „bei dem du in der Früh aufwachst und am Abend nicht weißt, ob du noch Innenminister bist“, schildert Ex-SPÖ-Innenminister Karl Schlögl (er war der letzte Rote in dieser Position) die Unwägbarkeiten dieses Ministerpostens. Der Innenminister ist jenes Regierungsmitglied, das oft das „Bummerl“ gepachtet hat. „Das Spannungsfeld liegt zwischen kaltherzigem Hardliner und Softie, je nach politischem Standpunkt“, sagt Politikexperte Thomas Hofer.

Unvorhersehbare, aber auch einige selbst verschuldete Aufreger und Skandale, wie sie Schlögl beschreibt, hat Karl Nehammer (ÖVP) in den vergangenen 13 Monaten fast im Monatstakt erlebt.

Zur Erinnerung ein Überblick über die Negativ-Serie: Zuerst stand seine martialische Sprachwahl („Wer sich nicht an die Maßnahmen hält, wird zum Lebensgefährder“ oder die Polizei als „Flex, die die Infektionskette durchtrennt“) in der Kritik. Auch die teils übertriebenen Anzeigen im ersten Lockdown sorgten für Verärgerung.

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