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Politik Inland
04/18/2021

Haimbuchner will Strafe "aus eigener Tasche" bezahlen

Bis zu 1.450 Euro Strafe gelten für die Teilnahme an einer Veranstaltung. Der FPÖ-Politiker habe nicht daran gedacht, dass die Babyparty "nicht dem Gesetz entspricht".

Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hat in einem ausführlichen Interview mit der Kronen Zeitung über seine Corona-Erkrankung gesprochen. In dem Interview räumte er auch ein, dass auch er unter jenen 17 Gästen einer Babyparty in seiner Heimatgemeinde Steinhaus ist, gegen die ein Verfahren läuft: "Ja, es gibt ein Verfahren und ja, es war eine Verwaltungsübertretung", sagt der FPÖ-Politiker in dem Interview und fügt hinzu, er werde "jede Strafe bezahlen - natürlich aus meiner privaten Tasche".

Für die Teilnahme an einer Veranstaltung beträgt der Strafrahmen bis zu 1.450 Euro, ebenso für die Verletzung der Ausgangsbeschränkungen. Nichteinhaltung des Mindestabstandes und Verletzung der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen können je bis zu 500 Euro Strafe nach sich ziehen.

"Verordnungsdschungel"

Haimbuchner ließ sich die Gelegenheit aber nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass sich "bei diesem Verordnungsdschungel" keiner mehr auskenne. Er habe bei der "Storchenfeier" nicht daran gedacht, "dass hier etwas vor sich geht, das nicht dem Gesetz entspricht". Er habe sich "einfach für die Mutter und den Vater gefreut".

Er sei allerdings sicher, dass er sich nicht bei der Babyparty angesteckt habe, so Haimbuchner. "Ich war insgesamt rund eine halbe Stunde anwesend, hauptsächlich im Garten, einmal kurz auch in der Garage." Alle Teilnehmer seien negativ getestet worden. Der FPÖ-Politiker vermutet eine Ansteckung "in meinem beruflichen Umfeld".

"Zweites Leben"

Haimbuchner erzählt in dem Interview auch detailreich über den Verlauf seiner Erkrankung. Er habe nach einer Corona-Infektion eine "bakterielle Superinfektion" bekommen. Anfangs habe er sich nichts dabei gedacht, dann sei aber alles ziemlich schnell gegangen. Er sei auf Anraten seines Arztes ins Spital und sei dort in den künstlichen Tiefschlaf versetzt worden. Dieser habe fünf Tage gedauert. "Es war eine schwere Zeit", so Haimbuchner. Er spricht von Grenzerfahrung und will sich nach dieser künftig mehr Zeit für die Familie nehmen. "Ich bin dankbar für mein zweites Leben, das mir geschenkt wurde."

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