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Politik Inland
11/27/2020

Gutscheine statt Weihnachtsfeiern? Das sind die Details

Das Modell ist nicht vergleichbar mit dem Wiener Gastro-Gutschein. Gekauft werden müssen die Gutscheine bis Ende des Jahres.

von Michael Hammerl

Weil heuer keine Weihnachtsfeiern und andere Betriebsfeiern mehr stattfinden können, dürfen Unternehmen ihren Mitarbeitern als Ersatz Gutscheine in Höhe von bis zu 365 Euro schenken. Das verkündeten die Klubobleute der Regierung, August Wöginger (ÖVP) und Sigrid Maurer (Grüne), am Dienstag. 

Zum Hintergrund: Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern sind pro Mitarbeiter bis zu 365 Euro pro Jahr lohnsteuerfrei. Damit Unternehmer und Mitarbeiter diese Steuerbegünstigung weiterhin in Anspruch nehmen können, kann diese Summe heuer auch in Gutscheinen ausbezahlt werden.

Die Regelung soll mit 10. oder 11. Dezember im Rahmen des Einkommenssteuergesetzes umgesetzt werden. Was noch offen war: Um welche Gutscheine handelt es sich konkret? Gibt es bestimmte Vorschriften? Wöginger erklärte auf KURIER-Anfrage am Freitag weitere Details.

Wöginger: "Ganz normale Gutscheine"

Das Modell sei definitiv nicht vergleichbar mit den Gastro-Gutscheinen in Wien, betont Wöginger: "Es handelt sich um ganz normale Gutscheine, die man auch im Alltag erwerben kann." Also etwa um ein Abendessen in einem bestimmten Restaurant oder einen Einkaufsgutschein. "Der Arbeitgeber kauft die Gutscheine und gibt sie dann an die Mitarbeiter aus", erklärt Wöginger. Bis zu einer Grenze von 365 Euro sind diese Gutscheine eben steuerfrei. Voraussetzung: Sie müssen bis Ende 2020 gekauft und weitergegeben werden. Ab dann gelten sie - weil gesetzlich nicht anders möglich - unbefristet.

Wöginger pocht erneut darauf, dass mit den Gutscheinen vor allem der regionale Handel unterstützt werden soll. Er schlägt die Bildung von Einkaufsgemeinschaften vor. Gesetzlich vorgeben könne man das aber nicht: "Das können wir verfassungsrechtlich natürlich nicht einschränken. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jemand Gutscheine für ein nicht-heimisches Unternehmen verteilt", meint Wöginger.

Offensichtlich hohe Nachfrage

Es gebe jedenfalls bereits viele Rückmeldungen: "Firmen fragen nach, ob sie eh schon Gutscheine kaufen können", meint Wöginger. Entwarnung an alle, die bereits einen gekauft haben: Die steuerliche Absetzung soll rückwirkend bis zumindest Mitte November möglich sein.

Für Unternehmen bestand bereits bisher die Möglichkeit, darüber hinaus Geschenke im Wert von bis zu 186 Euro an Mitarbeiter zu verteilen, die von der Steuer abgeschrieben werden können. Diese Sachaufwendungen bleiben von der neuen Regelung unberührt.

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