┬ę Kurier/Franz Gruber

Politik Inland
01/21/2021

GPA: "Finanzministerium blockiert Homeoffice-Regelung"

GPA-Chefin Teiber ist der Geduldsfaden gerissen: "Der Finanzminister muss endlich ins Tun kommen", sagt sie.

Auf eine nachhaltige Homeoffice-Regelung hei├čt es in ├ľsterreich immer noch weiterwarten. Obwohl sich die Sozialpartner schon vor Weihnachten grunds├Ątzlich geeinigt haben, gibt es auch nach einer Gespr├Ąchsrunde auf Expertenebene am heutigen Dienstag weiter keine L├Âsung. Der Chefin der Gewerkschaft GPA, Barbara Teiber, ist nun der Geduldsfaden gerissen. Sie wirft dem Finanzministerium eine Blockadehaltung vor: "Der Finanzminister muss endlich ins Tun kommen", sagte sie zur APA.

Das endg├╝ltige Modell h├Ąngt an steuerlichen Detailfragen. "Wir verstehen nicht, warum diese wichtige Sache steht", sagte Teiber. "Klar ist, dass den Arbeitnehmern im Homeoffice gewisse Kosten ein St├╝ck weit abgegolten werden m├╝ssen. Es muss Werbungskosten (zum Absetzen, Anm.) geben." Etwa sei ein Arbeitszimmer komplett absetzbar. "Aber wie viele Menschen in dieser Republik haben schon ein eigenes Arbeitszimmer zu Hause?", fragt die Arbeitnehmervertreterin.

"Zum Beispiel m├╝ssen die Kosten f├╝r einen ergometrischen Stuhl absetzbar sein. Aber da will das Finanzministerium irgendwelche Begrenzungen einziehen. Das ist nicht nachvollziehbar", so Teiber. Das Gesamtpaket d├╝rfe nicht durch solcherlei Detailfragen blockiert werden, sagte sie in Richtung von Finanzminister Gernot Bl├╝mel (├ľVP). "Er soll (gegen├╝ber den zust├Ąndigen Experten im BMF, Anm.) ein Machtwort sprechen."

"An uns Sozialpartnern scheitert es nicht", betonte die Gewerkschafterin. "So wie wir das erlebt haben, scheitert es auch nicht am Arbeitsministerium." Demnach steht der neue Arbeitsminister Martin Kocher hinter der Einigung, die noch mit seiner Vorg├Ąngerin Christine Aschbacher (beide ├ľVP) getroffen worden war.

"Es geht um eine L├Âsung in Sinne von hunderttausenden Betroffenen", so Teiber weiter. "In machen Betrieben arbeiten bis zu 90 Prozent im Homeoffice. Oft ist das ungeregelt, weil es keinen Betriebsrat gibt." Es gehe etwa um den wichtigen Versicherungsschutz.

Die Einigung zwischen den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung sieht unter anderem vor, dass eine schriftliche Vereinbarung f├╝r ein freiwilliges Homeoffice zwingend ist. Auch ein R├╝cktrittsrecht ist vorgesehen. Die Arbeitsmittel m├╝ssten entweder vom Arbeitgeber zur Verf├╝gung gestellt werden oder es gibt einen Kostenersatz. Kurz hatte es bereits so ausgeschaut, als w├╝rde das Modell noch vor Weihnachten fixiert. "Aber jetzt haben wir den 21. J├Ąnner", fordert Teiber eine rasche endg├╝ltige L├Âsung. Diese soll nachhaltig auch nach Coronazeiten funktionieren. Deutschland hat eine solche seit gestern, Mittwoch.

Eine weitere Gespr├Ąchsrunde auf Expertenebene ist f├╝r kommende Woche angesetzt.

ein ActiveCampaign Newsletter Widget Platzhalter.

Wir w├╝rden hier gerne ein ActiveCampaign Newsletter Widget zeigen. Leider haben Sie uns hierf├╝r keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte ActiveCampaign, LLC zu.

Jederzeit und ├╝berall top-informiert

Uneingeschr├Ąnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare

GPA: "Finanzministerium blockiert Homeoffice-Regelung" | kurier.atMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat