Politik | Inland
28.11.2016

Gabriel und Schulz trafen sich mit Ex-Kollegen Faymann

© Bild: twitter

"Gegen Populismus hilft nur mehr Zusammenarbeit" - SPD-Spitzen aus Deutschland trafen beim Vernetzungstreffen in Wien einen alten Bekannten.

Was macht eigentlich Werner Faymann? Nach Gerüchten um einen Spitzenjob in Brüssel ist es still um den ehemaligen Bundeskanzler geworden. Zuletzt machte er mit seinem neuen Lobbyisten-Job bei der Wiener Städtischen von sich reden. Das war im September. Ganz von der politischen Bühne verschwunden ist Faymann aber noch nicht, wie jetzt ein Treffen mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und Martin Schulz, aktuell noch Präsident des Europäischen Parlaments, im Café Landtmann in der Wiener Innenstadt beweist.

"Pakt für sozialen Fortschritt in Europa"

Auf Einladung von Bundeskanzler Christian Kern weilt Gabriel für ein Treffen sozialdemokratischer Parteivorsitzender in Wien. Neben den beiden werden dabei der schwedische Premierminister und Arbeiterpartei-Chef Stefan Löfven, der deutsche Gewerkschaftsbund-Vorsitzende Reiner Hoffmann, sein österreichischer Kollege Erich Foglar sowie der schwedische Gewerkschafter-Boss Karl-Petter Thorwaldsson dabei sein.

Im Mittelpunkt der Gespräche sollen "Perspektiven und mögliche gemeinsame Initiativen für ein anderes, sozialeres Europa" stehen, heißt es in einer Aussendung der SPD. Dazu soll auch ein "Pakt für sozialen Fortschritt in Europa" angenommen werden. Eine Pressekonferenz ist für Dienstagvormittag angekündigt.

Das Thema des Treffens zwischen Faymann, Gabriel und Schulz wird dabei wohl eher nicht Thema sein. Worüber sich die drei unterhalten haben, darüber kann nur spekuliert werden. Die Krone vermutet bei dem "Geheimtreffen" eine angebliche Sorge der EU vor einer Wahlniederlage Van der Bellens. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel twitterte ganz offiziell folgendes Bild:

Überraschender ist da schon, dass Gabriel und Schulz gemeinsam in Wien zu Besuch sind. Innerhalb der SPD ist ein Richtungskampf entbrannt, wer bei der Bundestagswahl im September 2017 gegen Angela Merkel antreten wird. Die heikle Entscheidung steht erst an - sie ist für Ende Jänner 2017 angekündigt.