Am Klinikum Klagenfurt (auf dem Foto vom Nov. 2010 ein OP-Saal) soll eine private Medizin-Uni entstehen

© fotografen

Klagenfurt
12/09/2012

Uni: FPK verspricht Gratis-Stipendien

Kärnten: Die FPK will Gratis-Stipendien für die „Reichen-Uni“ für Medizin in Klagenfurt einführen.

von Brigitta Luchscheider

Für die SPÖ ist es eine „Reichen-Uni“, für Ideengeber FPK eine Aufwertung Kärntens und die Möglichkeit, dem Ärztemangel entgegen zu wirken: Landesrat Christian Ragger (FPK) will den Antrag auf Installierung einer privaten Medizin-Uni in Kärnten am 18. Dezember in der Regierungssitzung einbringen.
Kärnten wird sich wie andere Regionen überlegen müssen, wie es einen Ärztemangel verhindern kann“, sagt Ragger. Schon heute gebe es in Kärnten zu wenige Fachärzte für Anästhesie und Neurologie, in fünf bis zehn Jahren werde der Mangel an Medizinern zu einem „bedeutenden Problem“. Deshalb soll es in Kooperation mit der Sigmund-Freud-Privat-Uni Wien eine eigenständige Fakultät am Klinikum Klagenfurt geben. Der KURIER sprach mit der Projektleiterin der Sigmund-Freud-Privat-Uni, Friederike Seiler, wie weit die Pläne schon gediehen sind.

Ganz klar werde die Trennung zwischen Lehre/Forschung und der Patientenbetreuung am Klinikum gezogen: „Hier dürfen auch externe Experten mit dem entsprechenden Anforderungsprofil lehren.“ Die Studierenden kämen schon ab dem ersten Semester mit klinischem Denken in Berührung: „Themengebiete werden von einem interdisziplinären Team gelehrt“, erklärt Seiler. „Zum Beispiel sind am Thema Bewegungsapparat ein Orthopäde, ein Anatom, ein Sportmediziner, ein Unfallchirurg und andere beteiligt.“

Empathie

Man wolle die künftigen Mediziner sanft an die Arbeit mit den Patienten heranführen und nicht gleich ins kalte Wasser springen lassen: „Sie werden gegen Mitte des dritten Studienjahres an die Patienten herangeführt. Wir wollen Ärzte mit großer Empathie.“ Schwerpunkt in den ersten fünf Semestern sei das Begreifen des Gesunden: „Erst dann sind Diagnose und Maßnahmen bei Krankheit zu verstehen.“

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