Politik | Inland
23.01.2018

First Lady verlässt nach fast 20 Jahren als Chefin die Grünen

Luschnik kehrt als Klubdirektor zurück und übernimmt Posten von Doris Schmidauer.

Mehr als 100 Mitarbeiter des Grünen Klubs haben nach dem Wahl-Debakel ihren Job verloren, jetzt muss auch die First Lady gehen: Doris Schmidauer war fast 20 Jahre lang als Geschäftsführerin im Klub für Personal und Management zuständig, Ende Jänner läuft ihr Vertrag aus. Wie es beruflich für die 54-jährige Ehefrau von Bundespräsident Alexander Van der Bellen weitergeht, ist noch offen; privat hat sie erst einmal einen Schicksalsschlag zu verarbeiten: Ihr Vater wurde am Wochenende beigesetzt. Im Grünen Klub wird Robert Luschnik ihren Platz einnehmen, der mit Ende des Jahres seinen Dienst als Geschäftsführer der Bundespartei quittiert hat. Zuvor war Luschnik schon zehn Jahre lang in dieser Position und nimmt nun sein Rückkehrrecht in Anspruch, bestätigt eine Sprecherin der Grünen. Er wird Direktor und Geschäftsführer in Personalunion sein, denn auch Wolfgang Niklfeld, zweiter Chef neben Schmidauer, muss gehen.

Luschniks Job hängt davon ab, ob es nach den Landtagswahlen noch einen Klub gibt – in Tirol und Salzburg stehen Landtagswahlen an. Wenn die Grünen durch Wahlverluste auch nur einen der vier Bundesrat-Sitze verlieren, könnte ihnen der Klubstatus aberkannt werden und dadurch auch die derzeitige Förderung von 92.000 Euro im Quartal wegfallen.

Die Bundespartei ist derweil auf die Großzügigkeit der Länderorganisationen angewiesen und hat sich einen Sparkurs verordnet. Deshalb will man sich vorerst keinen eigenen Bundesgeschäftsführer leisten. Den Job macht jetzt Angela Stoytchef, die bereits Geschäftsführerin der Wiener Landespartei ist, mit. Zu ihren Aufgaben zählen etwa die Koordination der Landesorganisationen und die Finanzen.